BUZ: Fotos 1 und 2: Marienbildstock im Sommer
Fotos 3 und 4: Aufnahme April 2026. Die Marienstatue ist noch im Winterquartier.
Bad Driburg. Am 1. Mai 1926 begann die Geschichte des Marienbildstocks im heutigen Mariengässchen: Der Stellmachermeister Wilhelm Heinemann – von vielen Driburgern auch „der heilige Wilhelm“ genannt – brachte ihn an seinem Haus an. Genau 100 Jahre später wird dieses Ereignis im Marienmonat Mai in besonderer Weise in Erinnerung gerufen.
Der charakteristische Erker des Hauses ist bis heute erhalten, und der Marienbildstock bietet nach wie vor einen schönen Anblick, besonders wenn die Rosen ringsum in voller Blüte stehen – auch wenn heute nur noch die rechte Seite des Rosenstocks am Bildstock emporrankt.
Über die Wintermonate hinweg wird die Marienfigur geschützt aufbewahrt; auch jetzt im Frühjahr befindet sie sich noch im Winterquartier und soll in diesem Jahr Mitte Mai wieder aufgestellt werden.
Seinen Namen verdankt das etwa 20 Meter lange, zuvor namenlose Gässchen dem damaligen Bürgermeister Josef Stock, der es „Mariengässchen“ taufte. Das Gebäude selbst wurde in den Jahren 1924/1925 von Wilhelm Heinemann errichtet, dem Vater des späteren Realschuldirektors Johannes Heinemann. Hier betrieb Heinemann seine Stellmacherei.
Zeitgleich führte Bernhard Brinkmöller, der Großvater von Christoph Brinkmöller und Schwager Wilhelm Heinemanns, eine Tischlerei in unmittelbarer Nähe. Bereits 1925 gründete er die Tischlerei Brinkmöller, verbunden mit ersten Bestattungstätigkeiten. Der damalige Standort in der Mittelstraße – später in Bernhard-Brinkmöller-Straße umbenannt – gehört heute der Vergangenheit an.
Seit 2025 befindet sich das Bestattungsunternehmen Brinkmöller in der Langen Straße 16 an einem neuen Standort, der alle Voraussetzungen für eine zeitgemäße und würdevolle Durchführung von Bestattungen erfüllt.
Diese enge familiäre und handwerkliche Verbindung prägte das kleine Gässchen ebenso wie der Marienbildstock, der bis heute ein sichtbares Zeichen dieser Geschichte ist – besonders im Marienmonat Mai, in dem vielerorts die Tradition der Maiandachten gepflegt wird.
Ein besonderer Dank gilt Christoph Brinkmöller für die hilfreichen Informationen und historischen Hinweise.
Weitere Quelle mit freundlicher Genehmigung:
„Kreuze, Bildstöcke, Gedenksteine und –tafeln, Klöster und Kapellen in und um Bad Driburg“. Bernd Humborg †.
Text und Fotos: Doris Dietrich
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