16. Januar 2022 / Aktuell

Der Biber hinterlässt seine Spuren am Stausee in Neuenheerse

Der Biber war in Deutschland einst weit verbreitet

Der Biber hat am Stausee Neuenheerse an einem Baum seine Spuren hinterlassen. Foto: Tobias Kröger 

Bildunterschrift: Der Biber hat am Stausee Neuenheerse an einem Baum seine Spuren hinterlassen. Foto: Tobias Kröger 

Neuenheerse. Die Spuren an den Bäumen rund um den Stausee Neuenheerse zeige auffällige Nagespuren und deuten darauf hin, dass der Biber sich am Stausee in Neuenheerse niedergelassen hat. Ob es nur ein Biber ist oder mehrere, ist noch nicht ganz klar. Es ist schön zu wissen, dass der Stausee einen guten Lebensraum für den Biber bietet und er sich hier vielleicht für die nächsten Jahre ansiedelt.

Der europäische Biber ist in Europa durch die FFH-Richtlinie besonders geschützt. Bei den zukünftigen Plänen für den Stausee muss das mit bedacht werden. 

Gerade in der Gewässermitte des Stausees hat die Verlandung Spuren hinterlassen. Das eingespült Sediment der Nethe hat hier die Wassertiefe teilweise auf weniger als 0,5 Meter heraufgesetzt. Eine Machbarkeitsstudie soll klären, wie es zukünftig mit dem Stausee in Neuenheerse weiter geht. Doch alle drei Optionen würden einen großen Eingriff in den Lebensraum des Bibers darstellen. Somit wird der Biber einen großen Einfluss auf die Zukunft des Stausees nehmen. Auch muss darauf geachtet werden, dass die Bäume, die der Biber angenagt hat, nicht zu einer Gefahr werden. Hier muss der Bauhof der Stadt Bad Driburg zukünftig aufpassen und angenagte Bäume fällen, wenn diese nicht mehr verkehrssicher sind.

Die Neue Westfälische Zeitung hat zum Thema Biber am Stausee Neuenheerse einen Artikel geschrieben (PayWall) Artikel vom 15.01.2022

Hier geht es zu dem Artikel Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung des Nethestausee geplant vom 31. Dezember 2021.

Der Biber ist besonders schützenswert und wird die Entscheidungen beeinflussen. Durch die Bejagung des Bibers, wegen seinem dichten Fell und dem essbaren Fleisch, stand das Nagetier in weiten Teilen Europas kurz vor der Ausrottung. Erst durch den konsequenten Schutz der Tiere und einem Auswilderungsprogramm, in den letzten Jahren, konnte sich der Bestand des Bibers wieder erholen. Die Biber leben monogam. Das Revier umfasst schon einmal eine Größe von 1 bis 3 Kilometer Fließgewässerstrecke. Hier leben dann schon einmal neben dem Elternpaar zwei Generationen Jungtiere.


Der Biber ist ein reiner Pflanzenfresser. Auf seinem Speiseplan stehen unter anderem Sträucher, Wasserpflanzen, Astrinden, Blätter sowie auch Gräser und Schilf. Der Biber ist dämmerungs- und nachtaktiv und kann je nach Härte des Holzes in einer Nacht einen bis zu 50 Zentimeter dicken Baum fällen.


Bleibt die Frage offen, inwieweit wird der Biber die Zukunft des Stausees in Neuenheerse mitgestalten, wenn er sich ansiedelt. Noch liegen wohl keine Fotos einer Bibersichtung am Stausee Neuenheerse vor, das wird aber wohl nur noch eine Frage der Zeit sein.

weitere Bilder: Noch mehr Spuren am Stausee in Neuenheerse - Fotos: Tobias Kröger 

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