
BU1: Damit der Familienurlaub gelingt und das Reisen so stressfrei wie möglich ist, helfen eine gute gemeinsame Planung, Absprachen und eine flexible Freizeitgestaltung vor Ort. Foto: AOK/Colourbox/hfr.

BU2: „Wann sind wir endlich da?“ – Die Fahrzeit kann mit fantasievollen Spielen, leckerer Verpflegung und Pausen abwechslungsreich gestaltet werden. Foto: AOK/Colourbox/hfr.
Die Koffer im Kreis Höxter sind gepackt, Reiseunterlagen vorhanden und die Route ist geplant. Und dann taucht plötzlich die Frage auf, ob sich alle Familienmitglieder während der Reise eigentlich beschäftigen können. Reisen mit Kindern erfordert eine gute Vorbereitung, aber auch Kompromissbereitschaft, Einfühlungsvermögen und Verständnis. Unterschiedliche Erwartungen und fehlende Absprachen können zu Frust führen. „Regeln vorher besprechen, Freiräume für alle schaffen und Erwartungen herunterschrauben, helfen genauso für eine entspannte gemeinsame Zeit wie die erforderlichen Reisedokumente, eine gut ausgestattete Reiseapotheke und das Lieblingskuscheltier. Dann kann der Familienurlaub für alle stressfrei beginnen und von gemeinsamen Erinnerungen geprägt sein“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner.
Wünsche und Erwartungen
Ein Urlaub mit Kindern ist immer auch mit besonderen Herausforderungen verbunden. Meist liegt das an unterschiedlichen Erwartungen und fehlenden Absprachen. Eltern möchten sich im Urlaub erholen, haben aber gleichzeitig oft das Gefühl, ihren Kindern unvergleichliche Erlebnisse bieten zu müssen. Gelingt das nicht, kann sich Frustration breitmachen. Außerdem fehlen im Urlaub gewohnte Rückzugsmöglichkeiten, wie zum Beispiel eigene Zimmer, die vor allem Eltern und Jugendliche zu schätzen wissen. Prallen rund um die Uhr verschiedene Vorstellungen, Bedürfnisse, aber auch Emotionen aufeinander, ohne darüber zu sprechen, staut sich der Frust an und es kommt zu Konflikten. Nicht zuletzt bedeutet Urlaub auch eine Umstellung: Andere Temperaturen, eine ungewohnte Umgebung, anderes Essen und vielleicht auch eine andere Sprache – dafür ist eine Eingewöhnungszeit nötig. Trotzdem oder gerade deshalb ist der gemeinsame Urlaub eine gute Gelegenheit, um das Familienband zu stärken. „Alle Familienmitglieder in die Absprachen einzubeziehen und gemeinsame Lösungen zu finden, stärkt zudem die psychische Gesundheit und fördert die Resilienz. Eltern und Kinder können dann gelassener den Urlaub genießen und es werden so kleine Familienrituale für den Alltag und kommende Urlaube geschaffen“, so Wehmhöner.
Altersgerecht mit Kindern verreisen
Für die Kinder können Spiele während der Reisezeit geplant und eingepackt werden wie Brett- und Kartenspiele im Reiseformat oder Rate-Klassiker wie „Was bin ich?“ oder Kennzeichenraten im Auto. Tablets und Hörbücher können ebenfalls wohl dosiert eine längere Fahrt oder einen Stau verkürzen. Für die Kleinsten und Babys sind andere Dinge auf Reisen zu bedenken. Es kann hilfreich sein, eine kinderfreundliche Unterkunft wie ein Familienhotel zu buchen oder nachzufragen, ob das Zimmer oder die Ferienwohnung kindersicher ausgestattet ist. Ob Kinderhochstuhl, Wickelmöglichkeiten, Babybett und ein Wasserkocher für Säuglingsnahrung vorhanden sind, lässt sich vorher klären. Auch der Tagesrhythmus des Babys sollte im Urlaub nicht durcheinandergebracht werden. Bei langen Autofahrten ist außerdem zu beachten, dass Säuglinge in den ersten Monaten in der Babyschale nicht flach liegen können. So kann der Kopf nach vorne kippen und die Atmung behindern. Insofern sollten bei längerer Fahrt auf jeden Fall mindestens alle zwei Stunden eine Pause eingelegt werden.
Unterwegs gut versorgt
Apfelspalten, Gemüsesticks, ein Brötchen und Mineralwasser mit frischer Limette sind nicht nur gesund, sondern stillen auch den kleinen Hunger und Durst. Wichtig: die Verpflegung vorher mit den Kindern besprechen. Regelmäßig Pause machen und dabei bewegen. Es gibt viele Raststätten, die Spiel und Bewegungsmöglichkeiten bereithalten. „Ganz wichtig ist, sich auch hier nicht unter Druck zu setzen. Auch wenn alles akribisch geplant ist, kann es einen Stau geben oder ein Flug ausfallen – das passiert und ist dann nicht zu ändern. Gelassenheit von Eltern überträgt sich auf die Kinder“, so Wehmhöner.
Weitere Infos im Internet unter aok.de/pk/magazin/familie/ unter ‚entspannt reisen mit Kindern‘ und ‚Checkliste für den Urlaub mit Baby‘.
Quelle: Jörg Lewe - Spezialist Presse Serviceregion - AOK NordWest
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