
BU 1: Sommerzeit ist auch Insektenzeit: Allein im vergangenen Jahr mussten 314 Menschen im Kreis Höxter wegen Insektenstichen ambulant behandelt werden. Foto: AOK/colourbox/hfr.

BU2: Stiche von Bienen und Wespen können bei Menschen mit einer Insektengiftallergie einen anaphylaktischen Schock auslösen, der mit Kreislaufreaktionen, asthmatische Beschwerden und Schwellungen in den oberen Atemwegen mit starker Luftnot und sogar Bewusstlosigkeit einhergehen kann. AOK/colourbox/hfr.
Ob Mücke, Bremse, Biene oder Wespe: Einige Menschen reagieren mehr oder weniger stark allergisch auf den Stich einiger Insekten. Für manche kann diese allergische Reaktion gefährlich werden. Nach einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest mussten im vergangenen Jahr allein im Kreis Höxter 314 AOK-Versicherte wegen Insektenstichen ambulant behandelt werden. „Ein Insektenstich ist zwar schmerzhaft, juckt oder brennt, aber meist nicht weiter schlimm. Gefährlich wird es jedoch, wenn der Körper allergisch reagiert oder bei Stichen im Mund- und Rachenraum“, warnt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner. Insbesondere anaphylaktische Schocks können lebensbedrohlich sein. Bei solchen Reaktionen sollte umgehend der notärztliche Dienst unter der Nummer 112 verständigt werden. Übertrieben ist das keinesfalls: Allein in Deutschland sterben jährlich durchschnittlich 200 Menschen an einer anaphylaktischen Reaktion. Es wird von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgegangen, da die Ursache Insektenstich nicht immer erkannt wird.
Sofort-Maßnahme: Kühlen
Jeder Mensch wird hin und wieder von einem Insekt gestochen – gerade im Sommer, wenn Mücken, Bremsen, Wespen und Bienen in Scharen unterwegs sind. Meist ist ein Stich harmlos: Er schmerzt eventuell ein wenig, die Einstichstelle rötet sich und juckt. Es bilden sich kleine Quaddeln und Schwellungen. Anstatt zu kratzen, hilft vor allem kühlen. Manche setzen auf Hausmittel wie eine Quarkpackung oder das Einreiben mit einer Zwiebel. Bei starken Symptomen hilft ein Antihistaminikum oder eine cortisonhaltige Salbe aus der Apotheke.
Vorsicht bei Infektionen
Ein Insektenstich kann gefährlich werden, wenn etwa durch Kratzen Bakterien in tiefere Schichten gelangen. Dann droht eine massive Umgebungsinfektion. Diese muss im Einzelfall sogar mit einem Antibiotikum behandelt werden. Auf jeden Fall gilt: Bei einer zunehmenden und langanhaltenden geröteten Schwellung, sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.
Allergische Reaktionen auf Insektenstiche
In der Regel ist der Stich spätestens nach ein paar Tagen wieder vergessen.
Nicht so bei Menschen mit einer Insektengiftallergie. Hier wehrt sich das Immunsystem gegen bestimmte Eiweißbestandteile des jeweiligen Gifts. Für Betroffene kann diese allergische Reaktion gefährlich werden und zu einem anaphylaktischen Schock führen. In den meisten Fällen sind es die Stiche von Bienen oder Wespen, die eine allergische Reaktion hervorrufen. Dabei führt ein Bienenstich häufiger zu schweren Symptomen als ein Wespenstich. Örtliche Sofortreaktionen wie kreisförmige Schwellungen, Rötungen und starker Juckreiz breiten sich in der Regel innerhalb von Sekunden aus. Bei der allergischen Systemreaktion können Schweißausbrüche, Schwindel, Übelkeit und Herzrasen auftreten. Gefährlich wird es, wenn Kreislaufreaktionen, asthmatische Beschwerden und Schwellungen in den oberen Atemwegen mit starker Luftnot und Bewusstlosigkeit hinzukommen. Dann liegt ein anaphylaktischer Schock vor, der notfallärztliche Versorgung erfordert. Eine Insektengiftallergie kann im Extremfall zu einem Atem- und Herz-Kreislauf-Stillstand führen. Allergieerkrankte sollten sich von ihrem Arzt beraten lassen und ihr ärztlich verordnetes Notfallset stets bei sich tragen und dessen Anwendung kennen.
Stiche im Mundraum
Besonders gefährlich sind Wespen- aber auch Bienenstiche im Mund- und Rachenraum. In einem solchen Fall sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden oder bei zunehmender Atemnot den Notruf 112 wählen. Wenn möglich, sofort innerlich und äußerlich kühlen: Dazu eignen sich kalte Umschläge oder ein in ein Handtuch eingewickelter Kühlbeutel mit Eiswürfeln. Um eine Schwellung zu verhindern, hilft es, Eiswürfel zu lutschen.
Quelle: Jörg Lewe - Spezialist Presse Serviceregion - AOK NordWest
Ihr Weg in die Amazonwelt - Jeder der folgenden Amazon Affiliate Links bringt sie zu jedem verfügbaren Artikel auf Amazon - ohne zusätzliche Kosten für Sie
Passende PC's?
Kameras und mehr von Amazon:
Schuhe von Amazon:
Schmuck von Amazon:
*Amazon Affiliate Links - Beim Kauf über diese Links erhalten wir eventuell eine Verkaufsprovision - Der Kunde hat keine zusätzlichen Kosten
Anzeigen - Klickt für mehr Infos:
Mit mehr als 70.000 Abonnenten und Abonnentinnen über alle Kanäle gehören wir mit zu den größten Onlinemedien der Region
Erstmalig mehr als 6,0 Mio. Zugriffe monatlich (Stand 06.2026)
Sie möchten Werbung schalten? Holen Sie sich gerne unverbindlich und kostenlos ein Angebot von uns:








































