Bad Driburg, 3. Dezember 2025
Zum heutigen Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung fordert der Bad Driburger Bürger und Inklusionsaktivist Thomas Cillessen deutlich mehr Tempo und Konsequenz beim Abbau von Barrieren. „Deutschland gibt sich gerne inklusiv – doch im Alltag erleben Menschen mit Behinderung tagtäglich, wie weit wir noch davon entfernt sind“, erklärt Cillessen.
Barrieren bleiben im Alltag bestehen – trotz politischer Bekenntnisse
Während viele Kommunen und Behörden jährlich auf den Aktionstag verweisen, bleibt die Realität für Betroffene häufig unverändert: unüberwindbare Stufen, unzugängliche digitale Unterlagen, fehlende Assistenz, lange Wartezeiten und immer neue bürokratische Hürden.
„Barrierefreiheit existiert oft nur auf dem Papier. In der Lebenswirklichkeit sieht man zu häufig das Gegenteil“, so Cillessen. „Das ist kein Randthema – es ist ein gesellschaftliches Versagen, wenn Menschenrechte von der Baukasse oder dem Haushaltsplan abhängen.“
Bürokratie als unsichtbare Barriere
Cillessen kritisiert besonders die komplexen Verwaltungswege, die Menschen mit Behinderung häufig an den Rand drängen: „Es ist erschütternd, wie viel Kraft Betroffene aufbringen müssen, um Leistungen zu erhalten, auf die sie ein Recht haben. Bürokratie wird zur Barriere, wenn sie Teilhabe verhindert.“
Arbeitsmarkt bleibt für viele versperrt
„Es kann nicht sein, dass Unternehmen lieber Ausgleichsabgaben zahlen, als behinderte Menschen einzustellen. Das ist nicht nur ungerecht – es ist eine Verschwendung von Potenzial, Erfahrung und Vielfalt.“
Inklusion braucht konsequente Entscheidungen – nicht nur Aktionstage
„Wir brauchen eine Politik, die Barrierefreiheit zur Pflicht macht und ihre Einhaltung kontrolliert. Wir brauchen Kommunen, die Betroffene einbeziehen. Und wir brauchen eine Gesellschaft, die bereit ist hinzuschauen – auch wenn es unbequem wird.“
Nicht die Behinderung schränkt ein – sondern die Barrieren
„Menschen zerbrechen nicht an ihrer Behinderung. Sie zerbrechen an Systemen, die sie übersehen. Nicht der Rollstuhl ist das Hindernis – sondern die Stufen.“
Über Thomas Cillessen
Thomas Cillessen lebt in Bad Driburg und engagiert sich seit Jahren für Barrierefreiheit, Inklusion und soziale Teilhabe.
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