
BU 1: Hauptursache für den weiterhin hohen Krankenstand in 2025 im Kreis Höxter waren die vielen Atemwegsinfekte und Erkältungskrankheiten. Foto: AOK/colourbox/hfr.

BU 2: Der Krankenstand bei den rund 22.500 bei der AOK NordWest versicherten Arbeitnehmenden im Kreis Höxter lag 2025 bei 7,1 Prozent. Foto: AOK/colourbox/hfr.
Der Krankenstand ist im Kreis Höxter rückläufig. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der AOK NordWest hervor. Danach weist die Gesamtbilanz der Krankmeldungen bei den rund 22.500 AOK-versicherten Arbeitnehmenden für das Jahr 2025 im Kreis Höxter einen Krankenstand von 7,1 Prozent aus. Im Jahr zuvor lag der Wert bei 6,9 Prozent, bleibt somit trotz Rückgangs auf einem hohen Niveau. Beschäftigte fehlten im Schnitt 25,8 Tage krankheitsbedingt in ihren Betrieben. Langzeiterkrankungen von mehr als sechs Wochen verursachten42,4 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage. „Atemwegserkrankungen machten mehr als ein Viertel aller Krankheitsfälle aus und waren mit Abstand wieder der häufigste Grund für eine Krankschreibung“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner.
Atemwegserkrankungen häufigster Grund für Krankschreibung
Der Anteil der Arbeitsunfähigkeitsfälle aufgrund von Atemwegserkrankungen an allen AU-Fällen lag 2025 mit 26,6 Prozent mit weitem Abstand weiterhin an erster Stelle. Danach folgten Muskel- und Skeletterkrankungen (13,9 Prozent), Verdauungserkrankungen (6,1 Prozent) und Verletzungen mit einem Anteil von 5,7 Prozent an allen AU-Fällen.
Bereich Energie, Wasser, Entsorgung und Bergbau mit höchstem Krankenstand
Im Branchenvergleich ist der höchste Krankenstand bei den AOK-Mitgliedern im Kreis Höxter im Jahr 2025 mit 8,6 Prozent im Bereich Energie, Wasser, Entsorgung und Bergbau zu beobachten. Der niedrigste Wert war in der Branche Banken und Versicherungen mit vier Prozent festzustellen.
Krankenstand im Kreis Höxter unter Niveau von Westfalen-Lippe
Der Krankenstand im Kreis Höxter beträgt 7,1 Prozent und liegt damit unter dem Durchschnitt in Westfalen-Lippe (7,1 Prozent). Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Fall lag im Kreis Höxter bei 10,9 Kalendertagen.
Betriebliches Gesundheitsmanagement einführen
Wehmhöner weist darauf hin, dass sich das Arbeitsleben in den letzten Jahren durch eine zunehmende Digitalisierung, dem demografischen Wandel, Fachkräftemangel, Arbeitsverdichtung und Homeoffice deutlich verändert habe. „Hier kann betriebliche Gesundheitsförderung Ansätze bieten, um die Widerstandsfähigkeit und psychische Belastbarkeit der Belegschaft von Betrieben zu stärken. Eine gute Unternehmenskultur und Führung sind zentrale Stellschrauben, um Mitarbeitende gesund zu erhalten und langfristig an die Unternehmen zu binden“, so Wehmhöner.
Quelle: Jörg Lewe - Spezialist Presse Serviceregion - AOK NordWest
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