31. Januar 2026 / Aktuell

PM IG BAU - Studie: Nordrhein-Westfalen braucht pro Jahr 17.900 neue Sozialwohnungen

Jüngere und Ältere sind die Verlierer  auf dem Wohnungsmarkt im Kreis Höxter

Foto: IG BAU | Nils Hillebrand: Mehr davon: „Herzenssache Wohnungsbau“. Gerade Sozialwohnungen garantieren günstiges Wohnen. Vor allem Azubis und Studierende sind darauf angewiesen. Aber immer häufi

Foto: IG BAU | Nils Hillebrand: Mehr davon: „Herzenssache Wohnungsbau“. Gerade Sozialwohnungen garantieren günstiges Wohnen. Vor allem Azubis und Studierende sind darauf angewiesen. Aber immer häufiger auch Ältere, die sich ihre bisherige Wohnung nicht mehr leisten können, wenn sie in Rente gehen, sagt die IG BAU Ostwestfalen-Lippe. 

Jüngere und ältere Menschen gehören zu den Verlierern, wenn es ums Wohnen geht: „Etliche der rund 2.050 Azubis im Kreis Höxter wohnen noch bei ihren Eltern. Und das nicht immer ganz freiwillig. Denn eine eigene Wohnung können sie sich oft nicht leisten“, sagt Sabine Katzsche-Döring von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Das Wohnen werde gerade auch für Azubis mehr und mehr zum Problem. Das zeigt, so die IG BAU Ostwestfalen-Lippe, der aktuelle „Soziale Wohn-Monitor“ vom Pestel-Institut, den die Gewerkschaft mit in Auftrag gegeben hat. 

„Tragisch ist es, wenn ein Ausbildungsvertrag nicht zustande kommt, weil das Wohnen zu teuer ist. Etwa dann, wenn Jugendliche weder eine Wohnung noch ein WG-Zimmer in der Nähe des Ausbildungsbetriebs bezahlen können“, so Sabine Katzsche-Döring. Die Bezirksvorsitzende der IG BAU Ostwestfalen-Lippe warnt: „Wenn Ausbildungsverträge am Wohnungsmangel und an zu hohen Mieten scheitern, dann ist das Maß voll. Das kann sich die heimische Wirtschaft nicht erlauben“, so Sabine Katzsche-Döring. 

Deshalb sollten der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen den Neubau von Azubi-Wohnungen unterstützen – vor allem im Umfeld von Ausbildungszentren. Sabine Katzsche-Döring spricht sich dabei auch für Steueranreize aus, wenn ein Betrieb dafür sorgt, dass seine Auszubildenden ein Dach über dem Kopf bekommen. Probleme auf dem Wohnungsmarkt hätten auch Studierende. „Deshalb muss es auch in Universitätsstädten eine gezielte Förderung für den Neubau von Studi-Wohnungen geben“, so Katzsche-Döring. 

Darüber hinaus warnt die IG BAU Ostwestfalen-Lippe vor „Wohnarmut im Alter“. Sie hat dabei die geburtenstarken Jahrgänge im Blick: rund 19.200 Baby-Boomer im Kreis Höxter, die nach Berechnungen des Pestel-Instituts bis 2035 komplett in Rente sein werden. „Viele der Baby-Boomer im Kreis Höxter bekommen nur eine niedrige Rente. Denn sie haben oft Phasen von Arbeitslosigkeit hinter sich. Außerdem haben sie ganz häufig auch für niedrige Löhne gearbeitet. Wenn die Baby-Boomer in den nächsten Jahren in Rente gehen, werden etliche sich ihre bisherige Wohnung kaum oder gar nicht mehr leisten können: Sie wohnen sich regelrecht arm“, sagt Sabine Katzsche-Döring. 

Die IG BAU warnt vor einer weiteren Verschärfung auf dem Wohnungsmarkt. „Mieten kennen seit Jahren nur eine Richtung: nach oben. Das muss sich ändern. Wir brauchen wieder sinkende und damit bezahlbare Mieten“, fordert IG BAU-Bezirkschefin Katzsche-Döring. Ein wichtiger Schritt, um dahin zu kommen, seien mehr Sozialwohnungen. „Nur mehr günstiger Wohnraum sorgt für Druck auf die Mieten am Markt. Der Neubau von Sozialwohnungen muss zur politischen Herzenssache und zur Sache der politischen Vernunft werden“, so Sabine Katzsche-Döring. 

Der „Soziale Wohn-Monitor“ vom Pestel-Institut nenne dabei eine erste Zielmarke: die Verdopplung von derzeit 1 auf 2 Millionen Sozialwohnungen bundesweit bis zur Mitte des nächsten Jahrzehnts. Für Nordrhein-Westfalen bedeute das konkret: „Bis 2035 muss es in ganz Nordrhein-Westfalen 454.900 Sozialwohnungen geben“, so Sabine Katzsche-Döring. Der „Soziale Wohn-Monitor“ lege damit eine deutliche Messlatte: 17.900 zusätzliche Sozialwohnungen für Nordrhein-Westfalen pro Jahr. 

Um diese Zielmarke bei den Sozialwohnungen zu erreichen, sei eine intensive Förderung durch den Bund und das Land Nordrhein-Westfalen notwendig. „Die Fördergelder des Bundes müssen dabei schon gleich zum Baubeginn bereitstehen. Sie dürfen nicht erst über Jahre verteilt ausgeschüttet werden“, fordert Katzsche-Döring. 

Ein wichtiger Punkt seien auch die Baukosten: Um günstiger bauen zu können, biete der Regelstandard „Erleichtertes Bauen“ eine ideale Lösung. „Es geht darum, einfacher zu bauen – und damit fürs gleiche Geld mehr Sozialwohnungen bauen zu können. Und das trotzdem in guter Qualität, mit niedrigen Instandhaltungskosten“, erläutert Sabine Katzsche-Döring. 

Außerdem müsse das Land eine öffentliche Statistik führen: „Es ist wichtig, zu wissen, wo in Nordrhein-Westfalen wie viele Sozialwohnungen pro Monat neu gebaut worden sind“, sagt die Vorsitzende der IG BAU Ostwestfalen-Lippe. 

Quelle: Industriegewerkschaft  - Bauen-Agrar-Umwelt - Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe

Foto: IG BAU | Nils Hillebrand 

Passende PC's?

Amazon Angebote dazu*

Kameras und mehr von Amazon:

https://amzn.to/48l0Elf*

Schuhe von Amazon:

https://amzn.to/3Xzi8UI*

Schmuck von Amazon:

https://amzn.to/48PLVPc*

*Amazon Affiliate Links - Beim Kauf über diese Links erhalten wir eventuell eine Verkaufsprovision - Der Kunde hat keine zusätzlichen Kosten

Anzeigen - Klickt für mehr Infos:

Mit mehr als 60.000 Abonnenten und Abonnentinnen über alle Kanäle gehören wir mit zu den größten Onlinemedien der Region

Erstmalig mehr als 5,0 Mio. Zugriffe monatlich (Stand 08.2025)

 

 

Sie möchten Werbung schalten? Holen Sie sich gerne unverbindlich und kostenlos ein Angebot von uns:

Sie suchen Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen? Holen Sie sich gerne kostenlos und unverbindlich ein Angebot von uns:

 

Ihre Nachrichten fehlen auf Unser Bad Driburg? 

Meistgelesene Artikel

Auswahl an gastronomischen Angeboten der Restaurants in der Region
Angebote unserer Partner

Kontaktdaten mit Speisekarten und wechselnden Angeboten

weiterlesen...
BETREUUNG IN HÄUSLICHER GEMEINSCHAFT - Jetzt kostenlos und unverbindlich beraten lassen
Angebote unserer Partner

LINARA - DER PARTNER AN IHRER SEITE Einfühlsam. Kompetent. Zuverlässig - "24 Stunden Betreuung" - Ambulante-Kurzzeitpflege - Stundenweise Betreuung

weiterlesen...
Sonderpreis Baumarkt: Sonderangebote aus dem aktuellen Prospekt
Angebote unserer Partner

Schrauben & Eisenwaren - Garten & Freizeit - Technik & Werkzeug - Renovieren & Wohnen - Macherwerkstatt - Macherfamilie - Tierfutter und mehr

weiterlesen...

Neueste Artikel

Polizeimeldungen vom 09.02.2026 aus den Kreisen HX/PB/LIP
Polizeimeldungen

Kontrolltag der Polizei - Safer Internet Day: Präventionsberater der Polizei warnt vor Anlagebetrug - Statt Instagram-Verabredung - versuchter Raub

weiterlesen...
Seniorenkino im Februar - Der Film „Extrawurst“ mit Hape Kerkeling und Christoph Maria Herbst
Veranstaltungen

Am Donnerstag, dem 19. Februar, findet um 14:00 Uhr das Seniorenkino im Kino Bad Driburg statt

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

AOK zum Weltkrebstag am 4. Februar: Chance der frühen Diagnose zu selten genutzt
Aktuell

Frauen und Männer im Kreis Höxter vernachlässigen weiterhin die Krebs-Früherkennung

weiterlesen...
Gesundheit ist ein Geschenk
Aktuell

Gesundheitswoche der Bad Driburger Touristik unter dem Motto „Urlaub´ dich gesund – wir kreieren mit Ihnen Ihr Gesundheitsglück

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner