19. Februar 2026 / Aktuell

Rund 13.300 Menschen im Kreis Höxter leiden an Depression

Neues Modul im AOK-Familiencoach hilft zum Umgang mit Depressionen rund um die Geburt

BU1: Im Kreis Höxter waren in 2023 rund 13.300 Menschen ab zehn Jahren wegen Depressionen in ärztlicher Behandlung. Rund um die Geburt sind etwa zehn bis 15 Prozent der Mütter von einer peripartalen D

BU1: Im Kreis Höxter waren in 2023 rund 13.300 Menschen ab zehn Jahren wegen Depressionen in ärztlicher Behandlung. Rund um die Geburt sind etwa zehn bis 15 Prozent der Mütter von einer peripartalen Depression betroffen. Foto: AOK/Colourbox/hfr.

BU2: Angehörige sind oft die wichtigste Stütze für depressiv Erkrankte. Um die Krankheit zu verstehen und sich selbst nicht zu überfordern, bietet der AOK-Familiencoach Depression wertvolle Unterstützung. Foto: AOK/Colourbox/hfr.

Depressionen können jeden Menschen treffen und sind eine der größten Herausforderungen im Gesundheitswesen. Es ist eine anerkannte Krankheit, die jeden Menschen in jedem Alter treffen kann. Im Jahr 2023 waren deshalb rund 13.300 Menschen im Kreis Höxter ab zehn Jahren in ärztlicher Behandlung. Das entspricht 10,4 Prozent der Bevölkerung, wie aus einer aktuellen AOK-Auswertung hervorgeht. „Depressionen verursachen für die Betroffenen nicht nur persönliches Leid und eine erhebliche Einschränkung ihrer Lebensqualität, sondern auch hohe Kosten für das Gesundheitssystem und die Wirtschaft. Zudem suchen viele Betroffene aus Angst vor gesellschaftlicher Ausgrenzung oder beruflichen Nachteilen immer noch zu selten professionelle Hilfe“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner. Der „Familiencoach Depression“ der AOK ist im Internet unter der Adresse www.familiencoach-depression.de kostenfrei und anonym nutzbar. Das digitale Selbsthilfeprogramm für Angehörige und andere Bezugspersonen wurde jetzt ergänzt um ein Modul zu peripartalen Depressionen im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes.

Ob glückliche Partnerschaft, erfüllender Beruf oder die Geburt eines ersehnten Kindes: Menschen erkranken und zeigen unterschiedlichste Symptome. Einige ziehen sich völlig zurück und verlieren das Interesse an allem Positiven, andere sind gereizt und manchmal sogar aggressiv. Je früher eine Depression erkannt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Schon beim Verdacht auf eine Depression sollten Betroffene frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Dabei ist eine genaue Diagnosestellung erforderlich. 

Neues Modul im AOK-Familiencoach für peripartale Depression

Der AOK-Familiencoach wurde aktuell um ein Modul zu Depressionen im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes erweitert. Das kostenfreie und für alle Interessierten frei verfügbare Online-Angebot richtet sich an Angehörige von Menschen, die in der Schwangerschaft oder nach der Geburt eines Kindes mit sogenannten peripartalen Depressionen zu kämpfen haben. Laut Studien sind davon etwa zehn bis 15 Prozent der Mütter, aber auch etwa fünf Prozent der Väter von neugeborenen Kindern betroffen.

Angehörige unterstützen, ohne sich zu überfordern

Das neue Modul informiert über die Anzeichen der Erkrankung. Dies sind neben allgemeinen Depressionssymptomen auch fehlende Mutter- oder Vatergefühle, das Gefühl der Überforderung in der Elternrolle sowie Ängste, dem Kind zu schaden oder seine Bedürfnisse nicht erfüllen zu können. Diese Beschwerden unterscheiden sich deutlich von der schnell vorübergehenden traurigen Stimmung, die viele Frauen in den ersten Tagen nach der Geburt eines Kindes als „Babyblues“ erleben. Peripartale Depressionen entstehen durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren: Veranlagung, Belastungen im sozialen Umfeld, aber auch Vorerkrankungen, frühere Traumata, massiver Schlafmangel oder Empfindlichkeit für hormonelle Veränderungen können dabei unter anderem eine Rolle spielen. Angehörigen oder dem Freundeskreis fällt es oft schwer, die psychische Erkrankung zu verstehen und die Symptome nachzuvollziehen. Hierbei kann der ‚AOK-Familiencoach‘ helfen, die Krankheit zu verstehen, den Alltag gemeinsam zu bewältigen, Betroffene zu unterstützen und sich gleichzeitig selbst vor gesundheitlichen Folgen zu schützen.

„Angehörige sind oft die wichtigste Stütze für depressiv Erkrankte. Die Belastung kann aber dazu führen, dass sie sich selbst überfordern und sogar erkranken. Der kostenlose Online-Coach ist eine wertvolle Unterstützung, ersetzt aber natürlich keinen medizinischen Befund“, soWehmhöner.

Informationen und Tipps von Expertinnen per Video

Das neue Online-Modul zur peripartalen Depression umfasst mehrere Expertinnen-Videos mit Prof. Elisabeth Schramm, Leiterin der Sektion Psychotherapieforschung in der Psychiatrie des Universitätsklinikums Freiburg, und mit Anke Rohde, Professorin für Gynäkologische Psychosomatik am Zentrum für Geburtshilfe und Frauenheilkunde des Universitätsklinikums Bonn. Darin geht es zum Beispiel um den Umgang mit Schuldgefühlen oder die möglichen Folgen einer peripartalen Depression des Vaters. Videos zeigen konkrete Strategien zum Ansprechen des Problems und zu Unterstützungsmöglichkeiten durch die Angehörigen oder zur Vermeidung von Konflikten durch ein „Überengagement“. 

Das interaktive Selbsthilfe-Programm ist für Interessierte anonym und kostenfrei unter der Adresse www.familiencoach-depression.de nutzbar.

Quelle: Jörg Lewe - Spezialist Presse Serviceregion - AOK NordWest

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