22. März 2022 / Aktuell

Weltwassertag 2022

Wie voll sind die Wasserspeicher im Waldboden?

Der Wald erfüllt wichtige Speicher- und Filterfunktionen für das Wasser. (Klaus Mischka, Wald und Holz NRW)

Bildunterschrift: Der Wald erfüllt wichtige Speicher- und Filterfunktionen für das Wasser. (Klaus Mischka, Wald und Holz NRW)

In diesem Jahr hat es bisher viel geregnet, im Februar sogar überdurchschnittlich viel. Aber reicht das viele Wasser aus, um die leeren Speicher im Waldboden wieder ausreichend zu füllen?

Wie es dem Waldboden in NRW nach den vergangenen Dürrejahren geht, weiß Alexander Weller vom Zentrum für Wald und Holzwirtschaft: „Aktuell ist der Bodenwasserspeicher durch die hohen Niederschläge im Februar noch gut gefüllt. Da die letzten Wochen aber vergleichsweise sehr niederschlagsarm waren, wird der Oberboden zusehends trockener. Für die beginnende Vegetationszeit im April wäre etwas Regen in den kommenden Wochen also wünschenswert.“

Gerade junge Pflanzen mit weniger tiefen Wurzeln brauchen genügend Wasser im Oberboden, um ausreichend versorgt zu werden. Auf den Wasservorrat in den tieferen Bodenschichten können sie nicht zugreifen, wenn ihr Wurzelwerk einfach noch nicht so tief reicht.

Bei der Holzernte im Februar kam der überdurchschnittliche Regen den Försterinnen und Förstern dagegen eher ungelegen. Ein matschiger Boden erschwert die Arbeit. Zum Schutz der Böden musste der Transport des Holzes aus dem Waldbestand häufiger abgebrochen werden. Auch wichtige, andauernde Frosttage haben für das sogenannte „Rücken“ des Holzes gefehlt.

Wie ein großer Schwamm kann der Waldboden große Mengen Wasser aufnehmen und langsam wieder abgeben. Für das eigene Wachstum benötigt der Wald nur einen Teil des aufgenommenen Wassers. Der andere Teil des Regenwassers, etwa 30 bis 45 Prozent versickert in ebenen Lagen ins Grundwasser oder läuft in höheren Lagen die Hänge herunter in Bäche und Flüsse. Dabei erfüllt der Waldboden eine wichtige Filterfunktion, indem er beispielsweise Nitrat aus dem Wasser filtert. In der Sommerhitze dient der Wald zusätzlich als „Klimaanlage“. Die belaubten Bäume spenden Schatten und verdunsten permanent Wasser. So wird auch die Umgebung abgekühlt. Bleibt der erwünschte Regen jedoch aus, gerät der Wald in Stress. Das mindert seine Wachstumsfähigkeit und macht ihn anfällig für Krankheiten und Schädlinge.

Der Weltwassertag (22. März), zu dem die Vereinten Nationen seit 1992 aufrufen, erinnert jährlich an die vielfältige Bedeutung von Wasser. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz“.

Pressemitteilung Wald & Holz NRW

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