Foto: Hella Bleich vom Weltladen Bad Driburg
Eigentlich wäre eine Feier schon im vergangenen Jahr fällig gewesen. Das Corona-Virus hatte aber was dagegen. In diesem Sommer ist das anders. Das Team vom Weltladen lädt die Bürger der Stadt am Samstag, den 2.Juli zu einem kleinen Empfang ein.
„Wir sind so froh, dass es trotz der Unterbrechungen in den letzten beiden Jahren jetzt wieder kontinuierlich weitergeht“ sagt Christa Wirth, die 1.Vorsitzende des Weltkreises e.V.. Die Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter ist in letzter Zeit immer weiter gestiegen, was ganz sicher auch auf die gute Vorstandsarbeit zurückzuführen ist.
„Wie kommt es eigentlich, dass sich Leute freiwillig und ohne Bezahlung hinter einen Ladentisch stellen, um Sachen zu verkaufen, die im Discounter womöglich viel billiger sind?“ fragte neulich ein skeptischer Kunde, als er ins Geschäft trat. „Ja, das muss wohl daran liegen, wie die Leute in den südlichen Ländern für ihre Arbeit bezahlt werden“, meinte spontan jemand anderes.“Und damit, was die Zwischenhändler verdienen,“ ergänzte eine treue Kundin.
Genauso ist es. Die Kleinbauern, die die den Weltladen-Kaffee oder Tee ernten, die die Kakaobohnen pflücken und verarbeiten, arbeiten in Genossenschaften und verdienen so viel Geld, dass sie und ihre Familien davon gut leben und ihre Kinder in die Schule schicken können. Das ist keineswegs selbstverständlich. Manche Schokoladen-Großkonzerne lassen Kinder auf ihren Plantagen arbeiten, wo sie den ganzen Tag Säcke tragen müssen, die bis zu 40kg wiegen.
Bei den Weltläden, von denen es in Deutschland inzwischen über 800 gibt, ist das anders. „Unsere Großhändler GEPA und el puente sorgen für gute Arbeitsbedingungen und gerechte Handelsbeziehungen. Die christlichen Kirchen stehen dahinter und der Deutsche Entwicklungsdienst ebenso,“ weiß Pia Niemann, die 2.Vorsitzende, zu berichten.
In Bad Driburg fällt der Gedanke des FAIR TRADE auf fruchtbaren Boden. Die Stadt darf sich zu Recht Fair-Trade-Town nennen, weil die Idee von vielen Bürgern getragen wird. „Manchmal dürfte es von den Stadtvertretern noch ein bißchen mehr sein“, merkt der Schriftführer Gerd Borchmeier mit einem Augenzwinkern an.
Der Weltladen ist jedenfalls ein wichtiger Bestandteil des Fairen Handels in der Badestadt. Michael Leßmann vom Vorstand ist die Öffentlichkeitsarbeit besonders wichtig; „ Wir freuen uns, wenn wir am Samstag, den 2.Juli um 11 Uhr mit möglichst vielen Menschen anstoßen können.“
Quelle: Weltladen - Gerd Borchmeier - Foto: Hubert Meiners / Archiv Meiners
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