Foto: Ortsbegehung
„Ich bin dann mal weg“,
so lautete der Titel eines Werkes von Hape vor einigen Jahren.
Das würde aber inhaltlich nicht ganz zu meinem, bereits vor einigen Jahren gefassten Entschluss passen. Daher werde ich meine Geschichte etwas anders erzählen müssen.
Da nun auch die letzten Wahlplakate für die Kommunalwahl im September dieses Jahres an unterschiedlichsten Plätzen einen Ort der Sichtbarkeit gefunden haben, fühle ich mich bewogen, Sie, liebe Mitbürger über meine persönliche Entscheidung bezüglich meines Mandates, zu informieren.
Nach meiner beruflichen Dienstzeit Ende 2015, widmete ich mich nahezu 10 Jahre der aktiven ehrenamtlichen Arbeit in Lokalpolitik und Vereinen. Zur Kommunalwahl werde ich jedoch nicht mehr kandidieren, obwohl die Ermunterung sehr vieler Bürger zu einem „weiter so“ artikuliert wurde. Ich habe mich selbstverständlich sehr über die Zusprüche aus Verwaltung und Bevölkerung gefreut, aber gewisse Umstände lassen mir persönlich ein „weiter so“ nicht zu.
Dennoch habe ich während meiner lokalpolitischen Tätigkeiten eine große Vielfalt an positiven Herausforderungen erlebt. Insbesondere das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters hat mir sehr viel Freude bereitet, war es mir doch eine Ehre dieses Amt für Bad Driburg und seine Gemeinden ausführen zu dürfen. Das Amt wird nicht nur von einer großen Verantwortung bestimmt, sondern ist auch durch einen besonderen Dienst an der Gesellschaft geprägt.
Als Bindeglied zwischen Verwaltung, Bürgerschaft und Vereinen hatte ich in dieser Funktion eine große Bandbreite unterschiedlichster Aufgaben zu erfüllen, Sachthemen zu bearbeiten, und die Stadt kreisweit auf unterschiedlichsten Veranstaltungen des „öffentlichen Lebens“ zu repräsentieren.
Zu jedem Vorgang galt es sich gut vorzubereiten, um dann mit der entsprechenden Sachkenntnis mitgestalten oder repräsentieren zu können.
Neben diesen Aufgaben, bei denen die kommunikative Beziehung, und auch das „studieren“ von verschiedenen Sachfragen eine zentrale Rolle spielte, verfasste ich gerne Grußworte und Reden, welche zu unterschiedlichsten Anlässen gehalten werden mussten. Oftmals führten mich die Recherchearbeiten in die „Tiefen“ unserer Geschichte.
Zu den beeindruckenden und besonders schönen Ereignissen zähle
ich jedoch die Haus- und Seniorenheimbesuche, zu denen ich den älteren Jubilaren die Glückwünsche der Stadt übermitteln durfte.
Die Gespräche vor Ort wurden von persönlichen Lebensgeschichten und Schicksalen der Senioren, Angelegenheiten der Gemeinde, der Bundespolitik, bis hin zu den großen Themen der Welt geprägt. Oftmals waren es auch persönliche Geschichten von Kriegserlebnissen der Menschen, deren Körper und Seele von schwerer Arbeit und traumatischen Erlebnissen gezeichnet war. Sehr ergriffen hörte ich aufmerksam zu, und es hinterließ Spuren in meinem Gedächtnis.
Zahlreiche weitere Aufgaben und Verpflichtungen in diesem Amt erfolgten oftmals im Hintergrund. Stets habe ich die Dienste sehr gerne für unsere Stadt und die Bürgerschaft ausgeführt.
Nun möchte ich mich abschließend auf diesem Wege bei Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, recht herzlich für ihr mir entgegengebrachtes Wohlwollen und ihr stets freundliches Entgegenkommen bedanken.
Meinem zukünftigen Nachfolger im Amt, den Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat, den Ortsvereinen, Bezirksausschüssen und Verbänden wünsche ich ebenfalls viel Freude und alles Gute.
Nun schließt sich der Kreis – und außerdem, ich bin ja nicht „weg“.
Glück auf Bad Driburg - auf deine Zukunft - Ihr Detlef Gehle
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