Im Umweltausschuss stand das Thema Umbau Konrad-Adenauer-Ring erneut auf der Tagesordnung. Die Planung sieht mittlerweile auch einen kompletten Fahrbahnneubau vor, da die Tragschicht für den Asphalt offenbar nicht mehr ausreicht.
Eingeplant sind zudem beidseitig Radfahrstreifen. Im Unterschied zu den gestrichelten Radschutzstreifen, die bei Bedarf überfahren werden dürfen, ist das Befahren von Radfahrstreifen nicht erlaubt. Soweit die Theorie.
Wir GRÜNE haben hier einen besseren Schutz beantragt, der gewährleistet, dass Kraftfahrzeuge gar nicht erst auf den Radweg fahren können.
Aber dafür fanden wir keine Mehrheit. Der Grund ist auch recht einfach: Straßen.NRW, die den Bau beauftragen, wollen den besseren Schutz nicht bezahlen. Begründung: der Schutz würde nicht benötigt, schließlich überfahren Autofahrer ja weiße Linien nicht.
Dieses Argument ist in unseren Augen ebenso schlicht wie realitätsfern: wer regelmäßig auf unseren Straßen fährt, wird wissen, dass das ein frommer Wunsch ist. Die von uns beantragten Borde, quasi mini-Bordsteine als klare Trennung von Auto und Radverkehr, hätten für wenig mehr Geld deutlich mehr Schutz gebracht.
Die übrige Planung ist an sich in Ordnung, wenn auch hier und da mit Kompromissen behaftet.
Aber bei der leichtfertig vergebenen Chance konnten wir dem Ausbau so nicht zustimmen – da war für uns GRÜNE trotz der dringend benötigten Maßnahmen nur eine Enthaltung möglich.
Wir gehen nicht davon aus, dass in Zeiten klammer Kassen in den nächsten Jahren ein besserer Schutz für Radfahrer nachgerüstet wird. Strassen.NRW sollte sich selbst fragen, warum sie den Radverkehr immer wieder in eine der unteren Schubladen einsortieren, der Autoverkehr aber mit Priorität ganz oben aufliegt. Das ist längst nicht mehr zeitgemäß und muss sich schleunigst ändern!
Quelle: Grüne - Martina Denkner Fotorechte: GRÜNE Bad Driburg
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