5. Mai 2026 / Aus den Parteien - Politik

PM GRÜNE: An Atomkatastrophen erinnern, die Energiewende voranbringen

Die GRÜNEN im Kreis Höxter erinnern an die Atomkatastrophen von Tschernobyl vor 40 Jahren und Fukushima vor 15 Jahren.

PM GRÜNE: An Atomkatastrophen erinnern, die Energiewende voranbringen

Die GRÜNEN im Kreis Höxter erinnern an die Atomkatastrophen von Tschernobyl vor 40 Jahren und Fukushima vor 15 Jahren. „Die Atomenergie ist extrem gefährlich. Das haben diese beiden Katastrophen auf schreckliche Weise bewiesen. Hinzu kommt: Atomkraft ist eine besonders unwirtschaftliche und teure Art der Stromerzeugung,“ erklärt Meike Brauer, Vorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kreis Höxter. Deswegen lehnen die GRÜNEN die Überlegungen für neue Atomkraftwerke in Deutschland entschieden ab. Stattdessen engagieren sie sich dafür, die Erfolgsgeschichte der Erneuerbaren Energien fortzusetzen.

Die GRÜNEN wollen, dass die Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima weiter im öffentlichen Bewusstsein bleiben. „Gerade weil die Erinnerungen an die Katastrophen und ihre Folgen über die Jahre hinweg verblassen, muss unverändert darauf hingewiesen werden, dass die Atomenergie eine nicht zu verantwortende höchst riskante Technologie ist,“ macht Josef Schlüter, Vorsitzender der GRÜNEN im Kreis Höxter, deutlich. „Weltweit gab es weitere schwere Zwischenfälle und bedrohliche Ereignisse. So rückte zwischenzeitlich die potenzielle Gefährdung von Atomanlagen durch Anschläge vermehrt ins Bewusstsein. Und im Krieg Russlands gegen die Ukraine wurde bereits mehrfach deutlich, wie extrem verletzlich ein Land durch Angriffe auf Atomkraftwerke ist.“ Die ungeklärte Frage, wie hochradioaktiver Atommüll über Jahrtausende sicher aufbewahrt werden kann, und die entsprechend aufwendige Suche nach einem Endlager zeigten nach Ansicht der GRÜNEN ebenfalls, dass Atomenergie auch zukünftig keinen Beitrag zur Stromversorgung leisten sollte.

Als ein weiteres von vielen Argumenten gegen die Atomenergienutzung führen die GRÜNEN auch die hohe Rohstoffabhängigkeit an. „So bezieht die Europäische Union angereichertes Uran vor allem aus Russland und über russische Unternehmen, und viele europäische Atomkraftwerke sind vollständig von russischen Brennelementen abhängig“, skizziert Meike Brauer die Dimension. „Hinzu kommt, dass die Uran-Vorräte endlich sind.“ Von Versorgungssicherheit mit Uran könne also nicht die Rede sein.

„Wir im Kreis Höxter sind froh, dass die Atomkraftwerke Würgassen und Grohnde abgeschaltet wurden und die Gefahren durch den laufenden Betrieb nicht mehr bestehen,“ stellt Josef Schlüter fest. Er fährt fort: „Der erfolgreiche Widerstand gegen die Atommüllpläne für Würgassen ist ein deutliches Beispiel dafür, dass die Bevölkerung keine radioaktive Gefährdung und Belastung akzeptiert, wenn sie mangelhaft begründet ist.“ Der Vorsitzende der GRÜNEN ergänzt: Wer vor Ort gegen Atommüll sei, der müsse auch in Berlin eine Politik machen, die sich gegen neue Atomkraftwerke ausspricht.

Erfreut sind die GRÜNEN über die erzielten Fortschritte bei der Energiewende, die dabei geholfen haben, die Atomenergie überflüssig zu machen. „Mit Sorge sehen wir, wie die aktuelle Bundesregierung die Bedingungen für die Energiewende verschlechtert,“ betont Meike Brauer. „Umso wichtiger ist es, vor Ort bei uns im Kreis Höxter die Anstrengungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien, der Speicher und der Netze fortzusetzen. Wir haben die Verantwortung für die saubere und ungefährliche Energieversorgung der Zukunft. Und es ist unsere Chance, dadurch die Wertschöpfung im Kreis Höxter zu steigern.

In den 40 Jahren seit Tschernobyl und 15 Jahren seit Fukushima hat sich eine Menge getan. Wir GRÜNE sind der Meinung: es bedarf keiner weiteren Atomkatastrophen, um den Weg der Energiewende als den richtigen zu erkennen und entschlossen zu vollenden. Wir hoffen sehr, dass das Atomzeitalter ohne weitere Unglücke und möglichst rasch und in möglichst vielen weiteren Ländern beendet wird.“

Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Kreisverband Höxter - Ludger Roters 

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