Das Foto zeigt den Reaktorraum des Atomkraftwerkes Würgassen wie er aktuell aussieht. (Fotorechte GRÜNE)
Danke an unsere Landtagsabgeordnete Norika Creuzmann aus Paderborn, die uns dieses Foto von einer Begehung im Februar 2026 zur Verfügung gestellt hat.
Vor 40 Jahren explodierte das Atomkraftwerk in Tschernobyl, vor 15 Jahren zerstörte ein Tsunami die Atomanlage in Fukushima ohne dass ein hochtechnisiertes Land wie Japan es verhindern konnte.
Sowohl in Tschernobyl, als auch in Japan sind die Folgen der beiden Katastrophen noch lange nicht bewältigt.
Inzwischen gibt es mehrere Messnetze, die die aktuelle Belastung mit ionisierender Strahlung in der Umgebung messen und aufzeichnen. Auch in Bad Driburg gibt es eine Messstelle.
In Deutschland haben wir die Nutzung der Atomkraft eingestellt – zu gefährlich in unserem dicht besiedelten Land und zu teuer angesichts immer noch ungelöster Sicherheits- und Endlagerfragen.
„Ja, genau: noch ist völlig unklar, wo der atomare Abfall aus fast 50 Jahren Atomkraft einigermaßen sicher für die nächsten paar zehntausend Jahre untergebracht werden soll.“ betont Norika Creuzmann, Sprecherin für Anti-Atompolitik der GRÜNEN im Landtag NRW, die gleichzeitig regional für den Kreis Höxter zuständig ist. „Und zehntausend Jahre ist eine verdammt lange Zeit: rechnen wir zurück, dann ist vor zehntausend Jahren gerade mal die letzte Eiszeit vorbei. Hätten wir jetzt noch den Dreck der Steinzeitmenschen von damals an der Backe – wir würden uns schön bedanken.“
Und ebenfalls 40 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe zeigt sich: Die Risiken der Atomkraft sind nicht Vergangenheit, sondern Gegenwart. Während die Folgen des Super-GAUs bis heute andauern, rollen weiterhin CASTOR-Transporte quer durchs Land – ein sichtbares Zeichen dafür, dass es noch immer keine sichere Endlagerlösung für hochradioaktiven Müll gibt. Atomkraft hinterlässt Probleme über Jahrtausende. „Eine verantwortungsvolle Energiepolitik muss deshalb endgültig auf erneuerbare Energien setzen – statt neue Risiken zu schaffen und alten Müll weiter zu verschieben.“ fordert die GRÜNE Landtagsabgeordnete.
Warum ist es so schwierig, aus Schaden klug zu werden?
Quelle: GRÜNE - Martina Denkner
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