6. April 2022 / Aus den Schulen

Aufnahme und Integration von ukrainischen Schülern an der Gesamtschule Bad Driburg

Ein schwerer Weg liegt hinter ihnen

Aufnahme und Integration von ukrainischen Schülern an der Gesamtschule Bad Driburg

Fotounterschrift v.l.: Fotodesignerin Irina Jansen, 1. Vorsitzender des TUS Bad Driburg Helge Heinemann, 1. Vorsitzender des TV Jahn Peter Kufner, Schulleiter Simon Tewes, Leiter des Schulverwaltungsamtes Uwe Damer, Sprachförderlehrer Wolfgang Mikus und Dipl.-Schulsozialpädagogin Nicole Schmidt zusammen mit den ukrainischen Schülerinnen und Schülern

„Den Schülerinnen und Schülern zum einen eine Willkommensatmosphäre in der Schule zu bieten, sie zum anderen aber auch in das gesellschaftliche und kulturelle Leben vor Ort, außerhalb der Schule, zu integrieren, darum muss es gehen, das haben wir uns als Schule für die Region auf die Fahne geschrieben“, fasst Schulleiter Simon Tewes das zentrale Ziel für eine gelungene Aufnahme von derzeit 12 ukrainischen Schülern im Alter von 11-17 Jahren zusammen. Ganz neu ist die Situation nicht, kann die Gesamtschule auf die Erfahrungen mit der Integration syrischer Geflüchteter zurückgreifen und  bestehende Konzepte auf die aktuelle Situation hin anpassen.

Für den Schulalltag bekommt jeder ukrainische Jugendliche Klassenpaten an die Hand, die ihn in den ersten Wochen begleiten. Inhaltlich muss es in einem ersten Schritt darum gehen, die deutsche Sprache zu erlernen, der Schlüssel zu jeglicher Bildung, weshalb zunächst täglich 4 Stunden Sprachförderunterricht und 2 Stunden Unterricht im Kurs- oder Klassenverband auf dem Stundenplan stehen. Die Kosten für ein frisch zubereitetes Mittagessen in der Mensa trägt der Schulträger, Schulmaterialien stellt die Schulmaterialienkammer mit Unterstützung der Kollegin Britta Schwiete zur Verfügung. „Ich habe die Jugendlichen als sehr offen und dankbar kennengelernt“, so Simon Tewes. „Je nach Bedarf ermöglichen wir den Schülerinnen und Schülern auch die Teilnahme am teils noch stattfindenden Distanzunterricht der Ukraine, um dortige Schulabschlüsse zu erreichen.  Hierfür halten wir schuleigene Endgeräte zur Ausleihe bereit.“

Doch auch außerhalb der Schule ist es für die Jugendlichen wichtig, Anschluss zu finden und einem Hobby nachzugehen, das wiederum den Spracherwerb und Beziehungen zu gleichaltrigen einheimischen Jugendlichen fördert. Ein Schlüssel dafür ist und bleibt Sport. So war es für die hiesigen Sportvereine, den  TV Jahn und den TUS Bad Driburg eine Selbstverständlichkeit, Sportangebote für ukrainische Schülerinnen und Schüler zu öffnen. „Bei uns ist jeder herzlich willkommen“, macht Peter Kufner, 1. Vorsitzender des TV Jahn seine Botschaft deutlich und Helge Heinemann als 1. Vorsitzender des TUS ergänzt: „Sport ist eine tolle Möglichkeit für die soziale Integration, da sind wir gerne bereit die Gesamtschule zu unterstützen.“  Und so können die Jugendlichen je nach Neigung aus der ganzen Sportpalette der beiden Vereine wählen, wie z.B. Fußball, Leichtathletik Tischtennis oder Basketball.  Für den kulturellen Bereich bietet Irina Jansen, studierte Fotodesignerin, ab nach den Osterferien, einen Workshop „Neue Stadt – Neues Ich?“ für alle Neuankömmlinge an, bei dem der  Frage „Was macht meine neue Heimat Bad Driburg eigentlich aus?“ nachgegangen wird. Im Rahmen des vom Land NRW geförderten Projekts „Kulturrucksack NRW“ begeben sich die Jugendlichen mit einer Kamera auf Spurensuche, um ihre neue Heimat Bad Driburg kennenzulernen und  suchen gemeinsam tolle Kulissen und Motive im hiesigen Stadtgebiet, können sich aber auch gegenseitig fotografieren und kreative Ideen vor und hinter der Kamera erproben. „Auf diese Weise wird nicht nur ein wichtiger Beitrag zur kulturellen Bildung geleistet, sondern auch die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen gestärkt, das, was sie im Moment wahrscheinlich besonders benötigen“, beschreibt Irina Jansen den Hintergrund ihres Projekts.

Quelle/Foto: Gesamtschule Bad Driburg - Simone Flottmeier

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