Foto: Oberst Dirk Garbowsky mit der Schützenkette an der Nethequelle in Neuenheerse
Ein Schützenfest – das klingt für viele nach Musik, Marsch und Miteinander. Doch bis zum ersten Tusch der Kapelle vergeht viel Zeit – und noch mehr Planung. Denn das ganze Jahr über heißt es für den Vorstand und insbesondere für den Oberst: organisieren, absprechen, motivieren. Ein Vereinsfest zu unterhalten, bedeutet mehr, als „nur“ zu feiern. Es heißt, Strukturen zu pflegen, Traditionen zu leben und eine generationsübergreifende Gemeinschaft zusammenzuhalten.
Der Oberst ist dabei mehr als Repräsentant – er ist Koordinator, Ansprechpartner und oft auch Kummerkasten. Wie viel Arbeit hinter den Kulissen steckt, wie sich das Schützenwesen verändert hat und warum er jedes Jahr aufs Neue mit Freude dabei ist, darüber sprechen wir heute mit dem Oberst der St.-Fabian-und-Sebastian-Schützenbruderschaft aus Neuenheerse.
Fragen an den Oberst Dirk Garbowsky.
Herr Oberst, wie aufwendig ist es eigentlich, ein Schützenfest zu organisieren – was steckt alles dahinter?
Für die Organisation unseres Schützenfestes in Neuenheerse sind umfangreiche Vorbereitungen notwendig. Viele helfende Hände sind gefragt, damit sowohl das Königsschießen als auch das eigentliche Fest reibungslos ablaufen. Im Rahmen dieses kurzen Interviews kann ich nur einen kleinen Einblick in die Vielzahl der Aufgaben geben.
So müssen unter anderem neue Verträge mit der Band, dem DJ und der Blasmusik abgeschlossen werden. Auch Schausteller und Imbissbudenbetreiber wollen frühzeitig eingebunden werden. Die Abstimmung mit unserem Festwirt ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Planungen. Zahlreiche Absprachen sind zu treffen, Genehmigungen einzuholen, und regelmäßige Vorstandssitzungen gehören rund um das Fest zur Tagesordnung.
Auch die mediale Begleitung spielt eine zunehmend wichtige Rolle: Wir möchten alle Neuenheerserinnen und Neuenheerser – und gerne auch darüber hinaus – auf allen Kanälen umfassend und aktuell informieren.
Letztlich braucht es viele engagierte Menschen, nicht nur aus dem Vorstand, damit wir jedes Jahr aufs Neue ein gelungenes und stimmungsvolles Schützenfest feiern können. Hier hat die Schützenbruderschaft ein starkes und erfahrenes Team, um alle Herausforderungen zu meistern.
Gibt es Momente, in denen man als Oberst besonders aufgeregt ist – oder hat sich da eine gewisse Routine eingestellt?
Tatsächlich bin ich vor jedem Fest ein wenig nervös – zur Routine wird die Funktion als Oberst nie. Besonders spürbar wird die Aufregung, wenn ich am Ehrenmal stehe und vor den Schützenbrüdern sowie den Zuschauerinnen und Zuschauern das Wort ergreife. Dieser Moment bleibt für mich stets eine besondere Herausforderung.
Wir lesen aus Neuenheerse über Jugendschießen, Kinderschützenfest – man kann sagen das Herz für Kinder schlägt in Neuenheerse besonders stark. Wie wichtig ist ihnen das als Oberst, persönlichen Kontakt zu den kleinsten Schützenfestfans zu haben?
Das kann ich aus meiner Sicht nur bestätigen: Die Kinder und Jugendlichen liegen mir besonders am Herzen.
Mit dem Kinderschützenfest und dem Jugendschießen bietet unsere Schützenbruderschaft jungen Menschen in Neuenheerse früh die Möglichkeit, das Schützenwesen kennenzulernen und den besonderen Geist unserer Gemeinschaft zu erleben.
Ich selbst bin beim Kinderschützenfest immer in meiner Funktion als Oberst präsent – und freue mich jedes Jahr aufs Neue über die strahlenden Kinderaugen, wenn sie voller Vorfreude ihrem großen Tag entgegenfiebern. Die Kleinsten nehme ich dabei sprichwörtlich an die Hand, um ihnen zu zeigen, welche wichtige Rolle sie schon heute in unserer Bruderschaft spielen.
Das Jugendschießen ist noch relativ neu und wird seit rund zwei Jahren durch ein engagiertes Team aus Schießmeistern und Betreuern regelmäßig durchgeführt. Auch hier bin ich immer wieder vor Ort und sehe, mit wie viel Begeisterung die Kinder und Jugendlichen dabei sind. Die stetig wachsende Teilnehmerzahl bestätigt eindrucksvoll, wie gut dieses Angebot angenommen wird.
Im letzten Jahr wurde zum ersten Mal aus dem Jugendbereich das Amt als Schülerprinzessin/ Schülerprinz ermittelt. 2024 hatte Carina Macho die Nase vorn und ist somit die 1. Schülerprinzessin der Bruderschaftsgeschichte. Wie war das Schützenjahr denn mit einer Schülerprinzessin, war sie bei Veranstaltungen dabei und war somit ein Teil des Schützenjahres?
Für die Schützenbruderschaft war es nach einem Vorstandsbeschluss zunächst ein Schritt ins Unbekannte: Wie würde es sein, erstmals eine Schülerprinzessin oder einen Schülerprinzen zu ermitteln? Was würde da auf uns zukommen?
Mit Carina als erster Schülerprinzessin in der Geschichte unserer Bruderschaft hätten wir es kaum besser treffen können. Sie hat ihre Rolle mit großer Freude und Verantwortungsbewusstsein ausgefüllt, war bei allen Veranstaltungen präsent und hat damit einen wunderbaren Grundstein für den Schülerbereich gelegt.
Carina war von Anfang an vollständig integriert und ein fester Teil des Kreises unserer Majestäten. Ihr Engagement und ihre Ausstrahlung haben eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll diese neue Tradition für die Zukunft unserer Bruderschaft sein kann.
Ein besonderer Benefit für die Jugendarbeit in der Schützenbruderschaft ist Carina zudem auch. Sie engagiert sich für das Jugendschießen und macht in diesem Jahr noch den Jugendleiterschein.
So das war erstmal der erste Teil des Interviews, der zweite Teil folgt am Donnerstag. Wir sagen erstmal Danke an dieser Stelle.
Quelle: Tobias Kröger
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