Bildunterzeile: Ganz schnell oben in luftiger Höhe: Tobias Hirschberg (43) macht es sich in seiner Ausrüstung im Astwerk einer jungen Eiche im Nieheimer Kurpark bequem. Foto: Stadt Nieheim/M. Schäfer - Bildrechte: ©Stadt Nieheim/ M.Schäfer
Spannendes Programm: Nieheimer Holz- und Technologietage bieten Erlebnisklettern für Kinder
Neue Ausblicke von oben nach unten
Nieheim. Sein Arbeitsplatz ist mitten im Grünen, in schwindelnder Höhe und bei Wind und Wetter: Trotzdem kann sich Tobias Hirschberg nichts Schöneres vorstellen, als draußen seiner Passion nachzugehen – der Arbeit an Bäumen. Der gelernte Fachagrarwirt für Baumpflege klettert seit vielen Jahren ostwestfalenweit hoch und runter, um Kronen zu sichern, Totholz zu entfernen, Obstbäume optimal zu schneiden oder auch, um marode Baumveteranen zu fällen, wenn es sein muss. Während der Nieheimer Holz- und Technologietage vom 6. bis 7. September kann man den erfahrenen Baumpfleger bei seiner speziellen Klettertechnik im Kurpark an der Lehmkuhle zuschauen. Und nicht nur das: Denn dort ist vor allem für die jungen Besucher Mitmachen gefragt.
Richtig gut gesichert
Das Erlebnisklettern für Kinder erlaubt Mädchen und Jungen selbst einmal den Perspektivenwechsel aus der Baumkrone zu wagen. „Passieren kann nichts, es ist ungefährlich“, beruhigt der passionierte Baumkletterer aus Lothe. Unter fachgerechter und spielerischer Anleitung geht es, gesichert mit Spanngurten und Seilen, rutschfesten Kunststoffplatten und speziellen Griffen, den Baum hinauf – soweit man sich traut. „Manche Kinder sind da ganz mutig und klettern beherzt hoch, andere wiederum gehen lediglich ein paar Meter“, so hat Tobias Hirschberg bislang bei seinem Kinderprogramm die Erfahrung gemacht. Aber das sei alles vollkommen in Ordnung; denn es handele sich ja nicht um einen Wettbewerb. Und die Kinder sollen in erster Linie ein gutes Gefühl beim Klettern haben.
Direkter Kontakt mit dem Baum
Die Kinder und Jugendlichen haben so die Möglichkeit, ganz unmittelbar mit dem Baum in Kontakt zu treten, sie können klettern, ein bisschen schaukeln, einfach nur im Gurt sitzen, sich ausruhen und sich umschauen. In jedem Fall bietet das Erlebnisklettern den Kindern neue Ausblicke in die Welt, und sie können Bewegungen und Höhe direkt in der Natur erfahren. Weide, Buche, Ahorn, Kastanie, Platane und Eiche mit geraden und regelmäßig gewachsenen Stämmen eignen sehr gut zum Kletter-Training, Nadelbäume dagegen weniger. „Wir suchen schon den besten Baum in Nieheim aus“, sagt Tobias Hirschberg, der mit einem Kollegen das Erlebnisklettern organisiert.
Aber auch für die Erwachsenen ist das Zuschauen spannend, erhalten sie doch auf diese Weise Einblick in den verantwortungsvollen Job, den der 43-Jährige an vielen Naturorten in der Region ausübt. „Durch die Pflege und Sanierung von Bäumen kann ich ein bisschen dazu beitragen, etwas Gutes und Nachhaltiges für unseren Planeten zu tun“, sagt Tobias Hirschberg. Angst vor der Höhe habe er nicht, sagt der Baumpfleger, Respekt vor hohen Bäumen mit dichten Ästen allerdings schon. „Das kann auch einmal 30 bis 32 Meter hochgehen, da muss man auf jeden Fall schwindelfrei sein, vor allem, wenn man die Motorsäge in einer Hand hält“, sagt Tobias Hirschberg und lacht.
Das Erlebnisklettern für kleine und große Kinder findet an beiden Tagen während der Öffnungszeiten der Holz- und Technologietage statt.
Öffnungszeiten der Holz- und Technologietage: Samstag, 6. September, ab 11 Uhr, Sonntag von 11-18 Uhr. Eintritt frei (ausgenommen Abendveranstaltung am Samstag)
Weitere Infos und Kontakte: Stadt Nieheim, Stadt- und Wirtschaftsförderung, Marktstraße 18, 33039 Nieheim, Tel.: 05274/982 152.
Infobox: Baumpflege
Baumpflegerinnen und Baumpfleger schneiden Hecken und Baumkronen aus, legen Baumscheiben an, beseitigen Sturmschäden, fräsen Wurzelstöcke und entfernen abgestorbene Äste. Je nach Höhe und Stabilität der Bäume setzen sie für Arbeiten in der Baumkrone Hubarbeitsbühnen und Seilklettertechniken (SKT) ein. Die Naturschützer behandeln kranke Bäume, indem sie beispielswiese Löcher verfüllen oder stark überhängende Äste durch Abstützen, Verschrauben oder Versteifen stabilisieren. Ist keine Sanierung möglich und die Verkehrssicherheit ist gefährdet, müssen sie die kranken Bäume fällen.
Quelle: Theresa Trautmann - Stadt Nieheim - Amtsleitung Stadt- und Wirtschaftsförderung
Anzeigen - Klickt für mehr Infos:
Mit mehr als 55.000 Abonnenten und Abonnentinnen über alle Kanäle gehören wir mit zu den größten Onlinemedien der Region
Erstmalig mehr als 4,0 Mio. Zugriffe monatlich (Stand 07.2025)
Sie möchten Werbung schalten? Holen Sie sich gerne unverbindlich und kostenlos ein Angebot von uns:








































