
BUZ: Das Foto Max-Planck 2 zeigt Bürgermeister Tobias Tölle bei seiner Begrüßung

Das Foto Max-Planck 4 zeigt von links: Thomas Arens (stellv. Bürgermeister und Moderator des Abends), Bürgermeister Tobias Tölle, Pia Meyer und Burghard Nickel (beide Mitglied der Arbeitsgruppe Max-Planck-Gesellschaft), Dr. Robert Löw (Universität Stuttgart), Andrea Gründer, Michael Arens und Uwe Damer (Mitglieder der Arbeitsgruppe Max-Planck-Gesellschaft).
Was Bad Driburg mit der Max-Planck-Gesellschaft verbindet
Die Max-Planck-Gesellschaft ist eine der renommiertesten Forschungsgesellschaften Deutschlands. Vor 80 Jahren, am 11. September 1946 fand ihre Gründungsversammlung (zunächst für die britische Besatzungszone) im Clemensheim in Bad Driburg statt. Vorsitzender der Gründungsversammlung war der Chemiker und Nobelpreisträger Otto Hahn. Neben ihm nahmen zahlreiche namhafte Wissenschaftler und Persönlichkeiten an der Veranstaltung teil. Die Stadt Bad Driburg feierte dieses Jubiläum zusammen mit rund 130 Gästen am 11. September 2026 in ihrem Ratssaal.
“Vom Lagerfeuer zum Quantenlicht“ unter diesem Motto erläuterte der Hauptreferent des Abends, Dr. Robert Löw von der Universität Stuttgart, anhand von Alltagsbeispielen die Welt der Quantenphysik.
Wie war die Situation 1945/46 in Bad Driburg nach dem 2. Weltkrieg zum Zeitpunkt der Gründung? Auf diese Frage ging Bürgermeister Tobias Tölle in seinem Grußwort ein. „Bad Driburg war nicht zerbombt; ohne Kampfhandlungen rollten im April 1945 amerikanische Panzer in die Stadt, und die Besetzung des Bades durch die alliierten Truppen (britische Besatzungszone) dauerte von 1945 bis 1952.“ Die mutige Entscheidung der britischen Besatzungsmächte, der Neugründung zuzustimmen, untermauerten die Festredner. Zur Veranstaltung waren auch Colonel Tom Jefford, Kommandeur der Britischen Armee in Paderborn, sowie britische Honorarbotschafterin Susan Speller gekommen. Beide sprachen ein Grußwort.
Der ehemalige Bad Driburger Lehrer Burkhard Nickel gab in seiner historischen Einordnung zu verstehen: nachweislich weilten drei Nobelpreisträger nach dem 2. Weltkrieg in der Badestadt. Dies waren Otto Hahn, Werner Heisenberg und Max Planck. Außerdem wurde die Max-Planck-Gesellschaft im Bad Driburger Clemensheim am 11. September 1946 erstbegründet, zunächst nur mit Gültigkeit für die britische Besatzungszone, bevor sie 1948 in Göttingen gegründet wurde. Die Bad Driburger sind zurecht stolz darauf, dass die Gründung mit ihrer großen regionalhistorischen und wissenschaftlichen Relevanz in der ostwestfälischen Badestadt stattfand.
Der Festakt endete mit einem gemeinsamen Imbiss und Umtrunk. Alle Gäste hatten zudem die Möglichkeit die Ausstellung zum Thema „Gründung der Max-Planck-Gesellschaft in Bad Driburg“ zu besichtigen. Zusammengestellt von der gleichnamigen Arbeitsgruppe zeigt sie Dokumente und Fotos aus der Zeit um 1946 aus Bad Driburg sowie Fotos der in Bad Driburg anwesenden Nobelpreisträger.
Quelle: Stadt Bad Driburg - Tamara Fleischer
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