Nach vielen Auftritten in karnevalistischen Hochburgen wie Nieheim, Delbrück und Willebadessen, spielten wir im Jahre 1983 zum ersten Mal in Steinheim.
1985 wurde die Schirmherrschaft vom Grafen von Oeynhausen- Sierstorpff auf den Bad Driburger Brunnen und dessen Geschäftsführer Karl Lutter übertragen. Dieser Wechsel brachte neue Erfolge mit sich.
Gelang es uns 1980 den zweiten Platz beim ,,Pokal der Stadt Unna“ zu erringen, so konnten wir beim Wettstreit in Kamen 1985 den ersten Platz belegen. Nach diesen Erfolgen hatten wir 1987 den Mut, uns zum Deutschlandpokal der Fanfarenzüge in Alsfeld anzumelden. Nach besonders intensivem Üben (mit Videoüberwachung! ) erreichten wir ein ungeahntes Ziel: Den 2. Platz
Leider konnte auch dieser große Erfolg uns nicht vor einer ernsten Krise bewahren.
Der jetzige 1. Vorsitzende entwickelte neue Initiativen.
Doch einer ließ den Kopf nicht hängen: Peter Fabian!
Eine wichtige Veranstaltung war der 1. Info- Stand zum Frühjahrsmarkt 1988.
Dadurch konnten neue Mitglieder geworben werden. Gleichzeitig entschlossen wir uns, die magische Altersgrenze von 12 Jahren zu unterschreiten.
Mit dem neuen Aufschwung wandelte sich wieder einmal das äußere Erscheinungsbild unseres Fanfarenzuges.
In den vergangenen Jahren mussten wir auf vielen Musikfesten die Erfahrung machen, dass sich immer mehr Fanfarenzüge der modernen Art zuwandten und die traditionelle Fanfarenmusik vernachlässigten. Wir trafen immer weniger gleichgesinnte Vereine an. Von diesen hörten wir ähnliche Klagen.
1992 trafen wir uns mit Vertretern von 5 Vereinen in Hagen, um über dieses Problem zu reden. Bei dieser und weiteren Zusammenkünften war man sich einig, dass die reine Fanfarenmusik mehr gefördert werden müsse.
Notenmaterial und Erfahrungen wurden ausgetauscht. Dadurch wurde erreichten, dass auf den nächsten Musiktreffen gemeinsam gespielt werden konnte. Dies war sonst nur den Blaskapellen und Spielmannszügen möglich.
Am 5. März 1995 kamen Vertreter von mittlerweile 13 (!) Fanfarenzügen in Buldern zusammen. Dort wurde die Interessengemeinschaft der reinen Fanfarenzüge in Nordrhein - Westfalen gegründet.
Das Ziel der Gemeinschaft ist, die kameradschaftlichen Beziehungen der Mitgliedsvereine zu pflegen und zu fördern; die Bewahrung und Verbreitung des altdeutschen Liedgutes der Fanfarenmusik sowie die Erhaltung der Tradition der Landsknechte in politisch, konfessionell, rassisch neutraler und pazifistischer Form. (Auszug aus der Satzung der IG)
Den vorläufigen Höhepunkt erreichte, „Blau- Weiß“ 1994 als es uns in einem Wettstreit möglich war, das erste Mal auch an der Jugendklasse teilzunehmen und dort auf Anhieb den zweiten Platz zu erringen.
Mit neuen Uniformen und einheitlichen silbernen Fanfaren, änderte sich das äußere Erscheinungsbild von „Blau- Weiß“ nach einigen Jahren.
Auch Auszeichnungen machten vor Mitgliedern unseres Vereins nicht halt. So erhielt Hermann Weskamp 1996 die Bundesverdienstmedallie, als Anerkennung für jahrelanges Engagement für Jugendarbeit und Fanfarenmusik.
In den folgenden Jahren trat Hermann Weskamp als musikalischer Leiter zurück, und sein Sohn Thomas übernahm diesen Posten. Auch er vermittelte dem Verein Spaß am Fanfare spielen. Vor allem immer mehr Kinder und Jugendliche zeigten Interesse am Fanfarenzug, so wurde die Altersgrenze von 12 auf 10 Jahre herab gesetzt
Um „Blau- Weiß“ auch bei Regenwetter zum Ausmarsch zu motivieren wurden 1997 Regenjacken eingeführt.
1999 übernahm dann Andreas Macho die musikalische Leitung des Fanfarenzuges „Blau- Weiß“ Bad Driburg.
Eine gute Gemeinschaft kann nur wachsen, wenn man sich versteht und viel Spaß hat!Musikverin