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II. Kompanie der Bürgerschützengilde

Die Altstadtkompanie im Herzen der Stadt

Über II. Kompanie der Bürgerschützengilde:

 
Beer- Pong 2019: immer beliebter
22. Oktober 2019
Am 05. Oktober fand das 2. „Detmolder- Beer- Pong“- Turnier statt. In diesem Jahr nahmen bereits 96 Streitbare Recken und Maiden in 48 Teams an diesem Event teil, so dass die Turnierfläche des letzten Jahres vergrößert werden musste. Die Teilnehmer stammten von „all over the Großgemeinde“ – bis zur überregionalen Bedeutung ist es nun also nur noch ein kleiner Schritt.

Alleine die fantasievollen Namen der Teams zeigten dabei schon die große Motivation der Bewerber, es in diesem Wettstreit weit zu bringen: So bemühten sich Paarungen wie „Freibier auf Feld 1“, „abferkeln“, „Boobs meet Balls“ und „Pro & Mille“ um den Sieg und kämpften sich mit dem nötigen Bierernst durch die Runden. Auch die „Kampfanzüge“ waren bisweilen etwas seltsam zu schauen: Eigens bedruckte T-Shirts und Ganzkörper- Flokatis wurden zur Schau getragen, um den Gegner einzuschüchtern. Die ganze Veranstaltung wurde vom DJ Patrick Vergin mit seiner akkustischen Konservensammlung untermalt, was dazu beitrug, dass sowohl Spieler als auch die zahlreichen Zuschauer beste Laune hatten.

höchste Konzentration stand in den Gesichtern, hier das Team „Butt ‚R‘ Cups“
Das Turnier, das dank der Unterstützung von Getränke Fischer, Festbewirtung Kunkel und der Detmolder- Brauerei Strate in diesem Rahmen umgesetzt werden konnte, war spannend bis zuletzt. In den letzten Wochen war bei den angemeldeten Teams gerüchteweise kaum eine Blumenvase davor sicher, von kleineren Wurfgeschossen getroffen zu werden, in die Kaffeemaschinen der Teilnehmer kamen bereits zum Frühstück die Bohnen aus zwei Metern Entfernung einzeln in den Mühlenschacht geflogen, und so mancher Hund bekam sein Futter tagelang nur in Form von kleinen Hackbällchen direkt ins Maul geworfen: Die Pong- Wütigen hatten alles daran gesetzt, sich für den Wettkampf vorzubereiten!  Die Ergebnisse der einzelnen Wettkämpfe lagen dementsprechend  dicht beieinander, und die Konzentration, die mit fortschreitender Veranstaltung immer schwieriger zu behalten war, war auf den Gesichtern der Bällebeschleuniger deutlich abzulesen. Jeder Anwesende konnte sehen: Nein, hier waren nicht irgendwelche Vollgraupen und Nudelschäler am Werk, sondern eine Taskforce aus hochspezialisierten Kugelkämpfern!  Unter den Augen der kritischen Turnierleitung, die an den Tischen auf die genaue Einhaltung der Regeln achtete, flogen an 12 Tischen die Bällchen durch die Luft und landeten im Idealfall unter dem frenetischen Jubel der Fans in den gegnerischen Bechern. Die emsige Thekenmannschaft leistete professionelle Unterstützung beim wiederholten Befeuchten der stressbedingt trocknen Zungen, damit die Teilnehmer sich darauf konzentrieren konnten, die Techniken und Tricks ihrer Gegner auszuspähen und die Zuschauer ihre Teams anfeuern konnten.

Im Halbfinale wurde bereits über Platz 3 und 4 entschieden: Im Spiel gewann Team „Donkey Pong“ aus Maximilian Sommer und Basti Fabian mit 6:9 den dritten Platz und setzte sich somit gegen Yannik und Jonas Giefers („Team G-Force“) durch. Das „Team G-Force“ konnte dafür den Sonderpreis der Brauerei Strate ergattern.

Letztendlich standen sich im Finale die Teams  „Apfel“ und „Butt ‚R‘ Cups“ im Kampf um den Gesamtsieg an den mit Kringeln versehenen Wettkampftischen gegenüber. Die Finalisten schenkten sich nichts und schleuderten sich verbissen die Plastikkugeln um die Ohren, bis es schließlich feststand: Die Zweitplatzierten Matthias Spille und Claudius Rübsam des „Team Apfel“ unterlagen mit einem 10:5 dem glücklichen Kontrahenten „Butt ‚R‘ Cups“ aus Philip Römer und Philip Zwack, die die sicherere Hand beim werfen bewiesen und sich über den hart erkämpften Gesamtsieg sichtlich freuten.

Der Preis für das beste Kostüm ging wiederum an das Team „Donkey Pong“, die das Turnier in ihren doch sehr warmen Affen- Overals bestritten.

Am Ende des „2. Detmolder Beer-Pong- Turnieres“ war allen klar, dass dieses Event auch im nächsten Jahr stattfinden muss. Hier wird nicht nur die Kameradschaft gepflegt und Kontakte zu anderen Vereinen geknüpft, sondern mit solchen Veranstaltungen werden auch junge Menschen auf das Vereinsleben in der Schützengilde aufmerksam gemacht. Als Termin für das nächste Turnier wurde vorläufig der 10.Oktober 2020 festgelegt.
Die Siegerteams mit ihren Trophäen
IB

II. Kompanie der Bürgerschützengilde - Bild 1. Link
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„Vom Kronprinz 1994 zum Schützenkönig in Bad Driburg“

Volker und Irina Schadow sind das Königspaar 2019/2020

 

Am Königschießen mittags um 13:00 Uhr traf sich wie besprochen der Vorstand der 2. Kompanie am Antreteplatz der 2. Kompanie im Herzen der bereits Wimpel und Fahnengeschmückten Altstadt rund um das Mühlrad. Noch war alles wie immer, der Plan war das musikalische Ständchen der Bürgerschützengilde durch die Stadtkapelle Bad Driburg zu begleiten. Als Adjutant des Obersten stand ich Rüdiger Böger als Hauptmann der 2 neben ihm und ich fragte interessiert, ob es denn schon konkrete Anwärter auf die Königswürde in diesem Jahr gibt! Absolut tiefenentspannt antwortete Oberst Fehring mit den Worten „ Einer der heißen Anwärter befindet sich unter uns“!! Nach einigen musternden blicken in die Runde der anwesenden Schützen, die zu dieser Zeit noch übersichtlich war, blieben für mich nur 2 Personen über, die heute den Königsschuss wagen könnten!! Zu dieser Zeit konnte ich allerdings nicht wissen, dass alles anders kommen würde. Wie im Festverlauf vorgesehen formierte sich das Bataillon um 15:30 am historischen „Alten Markt“ und marschierte zum Rathaus der Stadt Bad Driburg, um den stolzen Holzadler der Gilde dort einzureihen. Nach der Kranzniederlegung am Krieger-Ehrenmal erreichte man mit klingender Marschmusik der Stadtkapelle und des Spielmannszuges Pömbsen den Schützenplatz. Traditionell erreicht der stolze Holzadler unter den Klängen des Marsches „ Waidmannheil „ seine endgültige Position in luftiger Höhe. Nach einer kurzen Pause begann das Königschießen mit den Ehrenschüssen der Würdeträger und des Vorstandes. Als dann im Laufe des Schießens Michael Spieker die Krone, Franz Streitbürger den Apfel und Christian Giacomin das Zepter aus dem Kugelfang fegten, war immer noch alles wie immer und es entbrannte ein heißer Wettkampf um den Titel des Bierkönigs. Schon im Vorfeld hatten die Hauptleute Ihre Kompanien aufgefordert diese „ Trophäe „ zu erringen!! Mit einem Meisterschuss gelang es schließlich Manuell Fabian aus der 4. Kompanie, er wurde Bierkönig 2019. Herzlichen Glückwünsch an dieser Stelle von der 2. Kompanie auch an den neuen Jungschützenkönig Tobias Fehring aus der 1. Kompanie. Der engagierte Jungschütze aus dem Hause Fehring/Emmerich ist schon seit frühester Jugend vom Schützenvirus infiziert und diese Freude sieht man ihm an. Die Wanderkette des besten Schützen des Bataillons errang Michael Bönnighausen aus der 4. Kompanie. Um 20:30Uhr stand ich als Vorstandsmitglied nah am Adler-Schießstand und verfolgte das Geschehen und mein stellv. Hauptmann Volker Schadow beobachtete seltsam unruhig das Geschehen. Eine Minute später zeigte er mir dann eine Nachricht von seiner Frau, auf seine Frage „Soll ich den Vogel runterholen er hängt noch“ antwortete die spätere Königin Irina Schadow: „ Mach es doch einfach, es ist doch Dein Traum“ Tatsächlich wusste ich das mein Freund Volker, der ja vor 25 Jahren bereits Kronprinz der Bürgerschützengilde war einmal Schützenkönig werden will. Ohne weitere Worte war er nun nicht mehr zu halten und ein Zweikampf um die Königswürde entbrannt zwischen dem sichtbar geübten Jäger Bernhard Humborg Junior und dem reichlich dekoriertem Kleinkaliber-Schützen Volker Schadow. Trotz größter Anstrengungen gelang es leider nicht einen finalen Fangschuss in Richtung Adler abzugeben. Auf Grund der eintretenden Dunkelheit wurde der Wettkampf dann in den Schießstand der Gilde verlegt und ein spannendes Stechen mit einem denkbar knappen Ausgang  nahm seinen Lauf!! Im Vorraum des Schießstandes hatten sich die Fanclubs der beiden versammelt und warteten gespannt auf das Ergebnis. Um 22:30 Uhr reckte dann ein strahlender Volker Schadow seine Hände in die Höhe und wurde als König der Gilde 2019/2020 euphorisch gefeiert!! Höchsten Respekt zollte der neue Regent aber  Bernd Humborg Junior für diesen tollen fairen Wettkampf. Als Königin wird an seiner Seite nächste Woche Irina Schadow. Der Hofstaat der beiden Majestäten war schnell gefunden und setzt sich zusammen aus 6 aktiven Vorstandsmitgliedern der 2. Kompanie und dem Fähnrich der „ Kleinen Fahne „Ullrich Spieker. Eine Ehrensache für uns unseren Freund Volker bei seinem Traum zu unterstützen. Zum Hofstaat gehören: Ulli und Tanja Spieker, Rüdiger und Nicole Böger, Carsten Kösters und Mandy Fröhlich, Tim und Susann Heuel sowie die Königsoffiziere Jörg Böger und Jochen Meise. Ein Problem hatten wir aber noch zu lösen, die 2.Kompanie stand jetzt ohne Führung da und eine eilige Krisensitzung brachte die Lösung. Der erfahrene Oberleutnant Michael Schreiber wird über Schützenfest die Aufgaben des Hauptmanns übernehmen und Dirk Lause wird den Posten des stellv. Hauptmanns übernehmen.

Alle Vorbereitungen sind nun getroffen und die neuen Regenten freuen sich Ihren Traum zu erleben. gemeinsam mit allen Schützen, Bürgern und Gästen unserer schönen Heimatstadt auf ein tolles Schützenfest unter der Iburg. Frei nach dem Motto der beiden Monarchen und Ihrem Hofstaat:

Glaube, Sitte, Heimat…lebe Deinen Traum

MFG Rüdiger Böger

Hauptmann 2. Kompanie

 

 

Teil 2 zur Geschichte der 2. Kompanie

 

Ganz besonders im Bereich der Jungschützen ging es hoch her, wenn es um die Kronprinzenwürde ging, war die 2.Kompanie recht erfolgreich.

Seit 1971 hatten wir 13 Jungschützenkönige:

Meinolf Eilebrecht 1971

Bernd Bockelmann 1972

Hubert Zahn 1977

Norbert Hillgemann 1983

Bernd Schöning 1991

Volker Schadow 1994

Jörg Böger 1996

Marcel Giefers 1997

Michael Eilebrecht 1999

Dennis Unverzagt 2000

Nils Novy 2003

Jan-Pascal Haxter 2012

Daniel Schöning 2016.

Auch in den nächsten Jahren werden wir dank einer starken Jugend noch so manchen Jungenskönig stellen.

Auch im Bereich der beiden Bataillionsfahnen war und ist die 2.Kompanie sehr aktiv. Die so genannte kleine Fahne hatte mit Heinz Gocke von1955-1973,

Norbert Hillgemann1998-2013 und Ulrich Spieker2013- bis heute 3 Fähnriche der 2.Kompanie.

Hier noch ein paar Sätze zur Aktuellen Lage in der 2.Kompanie.Die Kompanie wird derzeit angeführt von:

Kompaniechef Hauptmann Rüdiger Böger

Stellvertreter Oberleutnant Volker Schadow

Schriftführer Hauptmann Jörg Böger

Hauptschiesswarte sind Josef Fischer und Rene Rump, außerdem zum erweiterten Vorstand gehören Carsten Kösters, Michael Schreiber, Dirk Lause, Bastian Büchel und Philipp Staub. Webmaster sind Nadine und Ingo Behring.

Wir von der „Zwoten“ zeichnen uns besonders durch eine starke Jugend aus. Ganz wichtig ist auch das Miteinander der Altersgruppen, seit es die 2.Kompanie gibt wurden immer wieder neue Veranstaltungen ausprobiert und alte Traditionen gepflegt. Unter Hauptmann Gocke und Hauptmann Klemens Böger wurden in

„Klaholts Remis"  oder anderen Orten der Wanderabend durchgeführt. Ein fester Bestandteil des Schützenjahres ist immer noch die Vatertagswanderung,             die nunmehr seit über 25 Jahren stattfindet. Es gab sehr viele Kompanieschiessen, Herbstfeste oder Ausflüge zum Fußballspiel ins Dortmunder Westfalenstadion.   Seit vielen Jahren besuchen wir befreundete Vereine in Übigau, Langeland-Erpentrup und Hohenbreden , sowie in Brakel und Brenkhausen. Unser traditionelles Hüttenkartoffellessen findet ebenfalls seit vielen Jahren großen Anklang. Gerade unsere Kompanie steht auch für den Mut was Neues zu probieren. Immer wieder lassen wir uns etwas einfallen. Vor 2 Jahren haben wir eine alte Tradition der Altstadt wieder auferstehen lassen. Das sogenannte Altstadtfest am Mühlrad“            oder wie es früher hieß, das „Türkenfest“ Es wird von Mitgliedern der Gilde und vielen Bürgern sehr gut angenommen.

In diesem Jahr fand zum 2.Mal ein Osterspezialschiessen mit Bierkannen suchen statt. Wir haben ein paar Jahre den Detmolder Cup für Vereine ausgeschossen, und es gibt seit Jahren einen Damenkaffee für die weiblichen Mitglieder und befreundeten Damen. 

Zum bereits 5.Mal werden wir in diesem Jahr unser Kompaniebiwak zur Vorbereitung auf das „Anstrengende“  Schützenfest, in Langeland an der EGV Hütte durchführen. Ganz besonders diese Veranstaltung fördert in großem Masse den Zusammenhalt der Kompanie.

Hier sei mal erwähnt das wir seit weit über 20 Jahren ein sehr Tolles Verhältnis zur Detmolder Strate Brauerei haben. Wir haben viele tolle Besichtigungen erlebt und immer ein offenes Ohr der Chefin Friederike Strate gefunden. Wenn wir nach Detmold kommen fühlen wir uns sehr wohl. Auch in der heutigen Zeit ist es wichtig zur Heimatregion zu stehen und bestehende Verbindungen zu pflegen!!

Der Höhepunkt des Jahres ist und bleibt das Schützenfest im Juli. Es macht sehr viel Spaß zu erleben wie die Arbeit und die Dienste von Jung und Alt zusammen erledigt werden. Wir feiern zusammen, pflegen aber auch die Werte der Gilde:  Glaube-Sitte-Heimat

Dies war ein Kurzer Einblick in das Leben der 2.Kompanie.

Wenn sie uns Besuchen oder Kennenlernen wollen finden sie uns unter www.buergerschuetzengilde Bad Driburg.de (. 2.Kompanie. ) Dort finden sie alle Termine, Bilder und auch tolle Berichte unserer beiden Webmaster Ingo und Nadine Behring.

Gerade arbeitet unser Major Bernd Bockelmann an einer kleinen Chronik zu den Majestäten der 2. Kompanie, die wir hier demnächst auch veröffentlichen!!

Mit Schützengruß

Kompaniechef

Rüdiger Böger

 

stellv. Kompaniechef

Volker Schadow

 

Schriftführer

Jörg Böger                            

                                        

                                

 

"Volker Schadow aus der 2. Kompanie regiert in Bad Driburg"

Bis zum letzten Büchsenlicht – und darüber hinaus!

 „Alle Jahre wieder…“ singt der gemeine Bürger gegen Ende Dezember allerorts. In Bad Driburg wird es vom Schützenverein eingestimmt – Und zwar mitten im Sommer! Denn wie in jedem Jahr muss zum Anfang der Saison ein König ausgeschossen werden. Und das dauerte in diesem Jahr so lange wie noch nie.

 

Beim diesjährigen Schützenfest „bleibt alles anders“, wie ein Ruhrpottbarde einmal zu singen pflegte: Im Ablauf des Traditionsfestes wurde vieles geändert, um den Erfordernissen der Zeit gerecht zu werden. Das fing bereits am Termin des Königschießens an, der von gewöhnlich Sonntags auf Samstags verlegt wurde, damit die Besucher länger feiern können. Beim Eintreffen des Bataillons am Festplatz warteten jedoch nur wenige Gäste auf den Traditionsverein. Aber nur zunächst, denn im Laufe der nächsten zwei Stunden füllte sich der Platz gut – zumindest der Teil, der etwas beschattet war, denn der Verantwortliche (wer immer das sein mag) meinte es etwas zu gut mit der Beleuchtung durch unser galaktisches Zentralgestirn.

Nachdem die Grußworte gesprochen und die neue Jungschützenfahne (ein echter Hingucker!) vorgestellt worden waren, begann das Schießen. Doch bereits zu Beginn zeigte sich, dass das hölzerne Federvieh in diesem Jahr  besonders widerspenstig war: Trotzig schien es bei jedem Schuss auf die Insignien diese wegzuziehen – insbesondere das Zepter konnte lange nicht getroffen werden! Selbst, als der erste Flügel schon durch den ständigen Beschuss abgesägt war, hielt der König der Lüfte seinen Regentenstab noch fest in den Fängen! Doch irgendwann musste das Tier dann doch aufgeben, und die Reste der Figur hingen schon etwas trostlos im Zielquadranten in luftiger Höhe. Doch wer glaubte, der Durchhaltewille des Holzadlers sei nun gebrochen, sollte eines besseren belehrt werden.

Bildausfall!
Zunächst wurde ihm jedenfalls eine Pause gegönnt und der „Bierkönig“ ausgeschossen: Die Reste des Fasses zu Füßen des Adlers konnte Manuel Fabian aus der 4. Kompanie mit einem wohl positioniertem Stückchen Blei hinwegfegen.  Geplant war nun, das so erschossene Freibier erst nach dem klären der „K- Frage“ auszugeben. Die Aspiranten, von denen nach dem Insignienschießen zunächst noch vier übrig blieben, mühten sich redlich, das Schützensymbol aus seinem Horst zu vertreiben.

Selbst die über dem Schießkasten angebrachte Kamera, die das Elend im Kasten in die Schießhalle übertrug, musste im Laufe der Angriffe, wohl durch Splitterwurf getroffen, ihr Leben lassen. Doch es war wie verhext: Nachdem irgendwann auch der zweite Flügel und der Schwanz zu Boden gefallen waren, tat sich nach den regelmäßig über die Egge hinwegschallendem Langwaffenfeuer nicht mehr viel im Kasten. Hier ein Splitter, dort ein paar Späne … Der bürzellose Torso blieb oben! Nix zu machen.

Parallel wurde der neu eingeführte „Kinderkönig“ ausgeschossen: Auf einer Blechwand klebten mittels Magneten die Teile eines stilisierten Adlers, die mit einer Armbrust, die Gummisauger verschoss, abgeräumt werden mussten. Kinder von 5 bis 13 Jahren standen nun artig in der Reihe, um nach und nach alle Vogelteile von der Wand zu schießen. Letztendlich setzte sich nach einem etwa 1- stündigen Wettbewerb Leander Meise durch, der sich aus der 2. Kompanie Mirja Versen zur „Königin“ angelte.

Mittlerweile waren als einzige Bewerber um die „K- Frage“ bei den „großen“ noch Bernhard Humborg und Volker Schadow übrig, wobei Volker der Überraschungsgast am Schießbock war – wurde kurz zuvor doch noch durch ein Vorstandsmitglied dementiert, dass die Altstadtkompanie einen Bewerber um das Regentenamt ins Rennen schicken würde!

Projektil um Projektil wurde immer noch in die Kronen des heimischen Großgrüns geschleudert, in dem der von seinen Extremitäten getrennte Torso des Traditionsschnitzwerkes stoisch seinem Ende harrte. Das Freibier wurde nun doch schon vorgezogen, da eine Pause für das vom Dauerfeuer  heißgeschossene Geschütz vonnöten war. Dann drohte die Munition auszugehen. Es wurden noch weitere Patronen aufgetrieben, wahrscheinlich aber „aussen Regal ganz hinten“: Einige der Ladungen klangen, als hätte man sie ’45 von der Roten Armee übernommen.  Das Federtier indess hing trutzig weiter in seinem Kasten und saß die Sache einfach aus (wie ein deutscher Großpolitiker mal nach einem Skandal sagte: „Also, ICH geh‘ nicht.“).

Salve um Salve hämmerte in den Adlerhorst, wieder und wieder wurde der Patronenschacht des  Schießprügels nachgefüllt, und heiß waren die Beratungsgespräche, wo der Ideale Punkt zum Anvisieren sei.

seltsamer Schlachtplan …
Zeichnungen wurden gefertigt, Feldstecher machten die Runde und wurden gen Schießziel ausgerichtet, und jeder Schuss wurde durch einen örtlichen Reporter mit der Kamera verfolgt, biss deren Akku schlapp machte. Insbesondere Schadow glänzte durch eine kurze Schussfolge, wenn er an der Reihe war. Ob dieses nun der Nervosität geschuldet war oder dem Wunsch, endlich feiern zu dürfen, bleibt sein Geheimnis. Doch der finale Treffer blieb aus. Als das Büchsenlicht gegen 22.20Uhr endgültig zu schwinden drohte, als der Rekord des längsten Schießens in der heimischen Geschichte schon um fast eine ganze Stunde eingestellt war, musste eine spontane und unkonventionelle Entscheidung getroffen werden, wie es nun weiter gehen sollte, um zu einem Ende zu kommen: Nachtsichtgeräte waren nicht verfügbar, für ein Flutlicht fehlte die Verlängerungsschnur, und der Schießwart hatte noch Buntwäsche …

„Vorstands- Huddle“
Die Vorstandsrunde beriet sich nun nach der unglaublichen wie ergebnislosen Anzahl von 640 Schuss, wie der König nun bestimmt werden sollte. Da das Vertagen auf den Sonntag ausschied, entschied man sich für „das mit den Fähnchen“ (also frei nach der Bank- Reklame: die einfache Variante): Der neue Schützenkönig sollte auf dem Schießstand bestimmt werden, was ein Novum darstellte. Zwar leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit und völlig unspektakulär, aber dennoch zweckmäßig, weil fair und vom Zeitrahmen her überschaubar.

Der nunmehr etwa auf 5cm Breite zurechtgeschossene Torso (Stück in der Mitte) muste manuell aus dem Kasten entfernt werden!
Im stillen Kämmerlein konnte Volker Schadow seine Löchlein etwas dichter am Zentrum der Scheibe setzen und sich damit gegen Bernhard Humborg durchsetzen: Der König des Vereines wird also wieder von der Altstadtkompanie gestellt!

Überhaupt ist unser Kompanievorstand in diesem Jahr besonders stark im Kreis der Honoritäten vertreten: Die komplette männliche und ein Großteil der weiblichen Linie des Hofstaates aus Rüdiger Böger, Tim Heuel, Ulrich Spieker und Carsten Kösters sowie den Adjutanten Jörg Böger und Jochen Meise entstammen der 2. Kompanie!

Dass „Driburgs Zweite“ feiern kann, hat sie schon häufig genug unter Beweis gestellt. Nun darf man auf das Schützenfest gespannt sein.

Service für Sie

Glaube Sitte Heimat bewahren und die Jugend für die Bürgerschützengilde begeistern!!

 

Unser Wahlspruch ist " Einmal Zweite immer Zweite"

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