13. Juli 2023 / Aktuell

Interview mit dem Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Bad Driburg - Andreas Rehermann

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Driburg und ihre Löschgruppen zählen zu den wichtigsten Institutionen der Stadt Bad Driburg

Interview mit dem Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Bad Driburg - Andreas Rehermann Die Freiwillige Feuerwehr Bad Driburg und ihre Löschgruppen zählen zu den wichtigsten Institutionen der Stadt Bad Dr

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Driburg und ihre Löschgruppen zählen zu den wichtigsten Institutionen der Stadt Bad Driburg.

Immer wieder kommt es in Deutschland bei einigen Feuerwehren zu einem Brand im Gerätehaus und zu der Zerstörung des Equipments. Dazu haben wir ein paar Fragen.

Ebenso häufen sich die Einbrüche in Feuerwehrgerätehäusern und der damit verbundenen Entwendung von Einsatzmaterial. Auch hierzu haben wir ein paar Fragen:

1. Wie viele Feuerwehrgerätehäuser in der Großgemeinde Bad Driburg sind mit einer BMA oder mit Feuermeldern ausgestattet?

Aktuell ist kein Feuerwehrhaus mit einer richtigen Brandmeldeanlage ausgestattet.

2. Bei den Gerätehäusern wo noch keine Feuermelder bzw. BMA verbaut wurde: Ist hier in Planung, dass eine solche Anlage angeschafft und eingebaut wird.

Durch die geplanten Um- und Neubauten im Bereich der Feuerwehrhäuser werden wir dieses auch zukünftig berücksichtigen und mit einplanen. Hier stehen wir auch in engen Kontakt zur Verwaltung, wo die Planungen für die Feuerwehrhäuser stattfinden.

3. Welche Schutzmaßnahmen hat die Feuerwehr getroffen, um ihre Gerätschaften bei einem Ausbruch eines Brandes zu schützen. Oder welche Schutzmaßnahmen können kurzfristig umgesetzt werden?

Als Schutzmaßnahmen in den Gerätehäusern ist der ganz normal vorgeschriebene bauliche Brandschutz in Form von Brandschutztüren, selbstschließende Brandschutztüren und Brandschutzwänden in Gebäuden eingebaut.

4. Sollte es zu einem Brand kommen, wie schnell könnte eventuell zerstörtes Equipment wiederbeschafft bzw. geliehen werden?

Sollte es zu einem Brand kommen, ist es für die Feuerwehr Bad Driburg natürlich katastrophal und absolut nicht wünschenswert. Allerdings bei der heute viel verbauten Elektronik, ist sowas natürlich alles häufiger möglich. Die Fahrzeuge früher hatten all diese Technik nicht.
Seit ein paar Wochen haben wir das Glück, dass wir vom Land Nordrhein-Westfalen ein so genanntes LF Kats Land NRW zur Verfügung gestellt bekommen haben, haben wir ein Fahrzeug mehr in unserem Fuhrpark, dieses darf allerdings auch nicht in die Bedarfsplanung mit eingerechnet werden und steht somit außen vor, uns aber trotzdem zur Verfügung.

Bezüglich des eventuellen zerstörten Equipments, wird es dann eine Herausforderung sein, dieses schnellstmöglich zu ersetzen. Man kommt an Equipment, allerdings aufgrund der aktuellen Lage am Markt geht das mal eben auch nicht von heute auf morgen.
Bezüglich der Fahrzeuge müsste man schauen, ob man irgendwo entweder Vorführfahrzeuge oder Gebrauchtfahrzeuge zeitnah bekommen könnte.


5. Immer mehr Einbrüche im Gerätehäusern werden zu einem Problem. Zuletzt z.B in Schwaney und Salzkotten. Verfügen die Gerätehäuser in der Großgemeinde Bad Driburg über eine Alarmanlage?

Solche Einbrüche sprechen sich natürlich in den Feuerwehren, ganz schön schnell rum. Dieses macht mir auch Sorgen, wenn man das alles so mitbekommt und man macht sich auch Gedanken um die eigenen Feuerwehrhäuser. Aktuell verfügt kein Feuerwehrhaus über eine Alarmanlage, allerdings, da in den Gerätehäusern in den vergangenen Jahren immer wieder kleinere oder größere Umbauten stattgefunden haben, wurde auch hier in sichere Türen und Fenster investiert, so dass hier auch schon ein Einbruchschutz vorhanden ist.

6. Da nicht alle Gerätehäuser über eine Alarmanlage verfügen, wie wird sichergestellt, dass ein Einbruch schnellstens entdeckt wird bzw. verhindert wird?

Die Gerätehäuser werden regelmäßig von den Feuerwehr Kameradinnen und Kameraden begangen, um alleine schon sicherzustellen, dass die Technik funktioniert und soweit alles in Ordnung ist in den Gerätehäusern und Fahrzeugen.

7. Welche Maßnahmen sind in Planung oder werden getroffen, damit auch Bad Driburg zukünftig vor Einbrüchen und Vandalismus geschützt wird?

Diesbezüglich stehen wir auch im Austausch mit der Verwaltung, was die Sicherheit der Feuerwehrhäuser angeht. Allerdings ist hierfür auch die Verwaltung beziehungsweise das Gebäudeamt zuständig, dieses dann auch so auszuführen und in die neue Sicherheitstechnik zu investieren.

8. Welche Maßnahmen ergreift die Feuerwehr Bad Driburg, damit nicht ein Fahrzeug gestohlen werden kann? Der Feuerwehr Dortmund wurde ja schon einmal ein Fahrzeug für eine illegale Spritztour entwendet.

Dass so eine illegale Spritztour nicht stattfindet, ist wiederum ein hoher Sicherheitsstandard der Gerätehäuser bezüglich eines Einbruchs von Vorteil. Die Fahrzeuge in den Hallen abzuschließen, macht im Bereich der Feuerwehr keinen Sinn, da wir auch schnell ausrücken müssen, um beim Einsatz die vorgegeben Ausrückezeiten einzuhalten. Wenn es um Menschenleben geht, dann zählt jede Sekunde. Somit ist es auch bei uns, wie in jedem anderen Feuerwehrhaus, nicht nur in Bad Driburg, dass diese Fahrzeuge nicht verschlossen sind. Dieses gilt natürlich nur für Fahrzeuge, die in den Hallen stehen. Alles was außerhalb der Gerätehäuser steht, ist natürlich verschlossen um eine solche Spritztour beziehungsweise Diebstahl zu verhindern.

9. Gab es schon mal in der Vergangenheit Einbruchversuche an den Gerätehäusern der Großgemeinde Bad Driburg?

Ja, es gab schon Einbruchversuche. Das letzte Mal hatte man versucht, in das Gerätehaus in Reelsen einzubrechen. Zum Glück erfolglos, da in dem Gerätehaus schon moderne Fenster installiert sind, die den Einbruchversuch standgehalten haben, so dass es zum Glück nur bei einem geringen Schaden am Fenster geblieben ist. Dieses wurde auch bei der Polizei angezeigt.

10. Wie schnell kann im Notfall die Feuerwehr auf Equipment zurückgreifen wie zum Beispiel Rettungsschere falls diese bei einem Einbruch entwendet wird?

In einem solchen Fall kommt man relativ zeitnah, erst mal an Ersatzgeräte, die irgendwo bei den Herstellern zur Vorführung oder Leihgeräte auf Lager liegen. So dass man anschließend gleichwertiges Equipment bestellen und anschaffen kann, was allerdings auch Lieferzeit hat.


11. Zum Jahresende sollen die Feuerwehrsirenen nicht mehr zur Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr dienen. Wie gut ist die Großgemeinde Bad Driburg auf diese Umstellung vorbereitet?

Diese kurzfristige Entscheidung des Landes Nordrhein-Westfalen finde ich definitiv nicht gut. Von Seiten der Leitung der Feuerwehr war eigentlich vorgesehen in den nächsten drei bis vier Jahren nach und nach die komplette Feuerwehr mit Funkmeldeempfänger auszustatten.

Durch die Entscheidung des Landes Nordrhein-Westfalen musste die Stadt natürlich jetzt erhebliche Mittel aufwenden, dass wir die Funkmeldeempfänger in diesem Jahr noch beschaffen können, Beziehungsweise müssen. Für dieses Jahr muss die Feuerwehr Bad Driburg somit noch 100 Funkmeldeempfänger beschaffen. Diese hätten wir sonst über den eben genannten Zeitraum verteilt beschafft.

12. Wie sehen die Feuerwehrangehörigen und auch die Führung der Feuerwehr Bad Driburg die Außerbetriebsetzung der Sirenen für die Alarmierung der Feuerwehr?

Diese ganze Sache kann man von mehreren Seiten sehen. Wenn die Sirene nicht „mitläuft“, hat man weniger Schaulustige an der Einsatzstelle. Wenn sie „mitläuft“ und etwas Größeres ist, bereitet sich die Bevölkerung schon mal ein wenig darauf vor, was auf sie zukommen könnte, zum Beispiel Hochwasser oder andere Ereignisse, die unter Umständen auch sie betreffen könnten.

Ich habe diesbezüglich auch schon andere Meinungen aus der Bevölkerung gehört, dass die Sirene eine Ruhestörung ist, viel zu laut sei und die Sirene gehöre abgeschaltet.
Bezüglich der Einsatzfähigkeit der Feuerwehr zum Beispiel, in der Kernstadt Bad Driburg und im Ortsteil Herste (dort ist aktuell die Sirene wegen eines technischen Defektes außer Betrieb und in Neubeschaffung), rückt die Feuerwehr wie gewohnt aus, nur dass dort nur mit Meldeempfänger alarmiert wird. Personalprobleme in der Verfügbarkeit gibt es hierdurch nicht.

Von Seiten der Leitung der Feuerwehr sowie aus der Feuerwehr allgemein ist die Meinung, dass die Sirene einfach dazugehört und auch gerne mit laufen darf.

Wir danken Ihnen für dieses offene Interview und wünschen Ihnen und Ihrem Team weiterhin alles Gute und viel Erfolg für die Sicherheit von uns allen.

Ende des Interviews

Interview: Tobias Kröger

Fotos: Stadt Bad Driburg

Gebäudefoto: Apple Karten

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