30. März 2022 / News aus dem Kreis Höxter

Brakel. Große Solidarität für die Ukraine

120 Ukrainer sind bereits in Brakel angekommen

Das Team des Kleider- und Möbellagers freut sich über die Spende von knapp 6.000 Euro Fotorechte Stadt Brakel

Bildunterschrift: Das Team des Kleider- und Möbellagers freut sich über die Spende von knapp 6.000 Euro Fotorechte Stadt Brakel

Brakel. Das Caritas ‐Kleider‐ und Möbellager in Brakel erhält viele Spenden für Flüchtlinge aus der Ukraine. Die beiden Brakeler Kirchengemeinden sammelten nun mehr als 6 .000 Euro an Geldspenden
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine war erst wenige Stunden alt, als Michael Saalfeld vom Brakeler Verein „Caritas Konferenz, Tischlein deck Dich, e.V. “ in einem Zeitungsartikel um Spenden für die Flüchtlinge aus der Ukraine bat. Saalfeld hatte nicht mit dem gerechnet, was danach geschah. Das ökumenische Kleider‐ und Möbellager des Vereins an der Warburger Straße wurde geradezu überflutet von Spenden: Kleidung und Möbel, außerdem viele Lebensmittel und Geld. „Wir haben unser Personal aufgestockt“, erzählt Saalfeld, „aber selbst zehn Männer konnten dem Andrang nicht Herr werden. “ Die letzten potenziellen Spender mussten schließlich unverrichteter Dinge zurückgeschickt werden: das Lager war voll.


Seitdem haben viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Kleider‐ und Möbellager Ordnung geschaffen. Viele Frauen aus den Caritaskonferenzen in Brakel und den Ortsteilen waren darunter, aber auch Menschen, die vorher nichts mit der Kleiderkammer der Caritas verbunden hatten. „Wir freuen uns über die spontane Solidarität in unseren Caritaskonferenzen“, freut sich Thomas Rudolphi, Vorstand des Caritasverbandes für den Kreis Höxter, „das zeigt, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Caritas schnell und wirkungsvoll Hilfe leisten können."


Weitergegeben werden die gespendeten Dinge vor allem im Kleider‐ und Möbellager. 120 Ukrainer sind bereits in Brakel angekommen, fast alle haben sich dort mit dem Lebensnotwendigsten eingedeckt. Waren, die nicht als Sachspende abgegeben werden können, etwa Unterwäsche und Hygieneartikel, hat das Team um Michael Saalfeld mit den Geldspenden beschafft.


Das gilt auch für einige Lebensmittel, die in der Brakeler Tafel „Tischlein deck Dich“ in der Klosterstraße ausgegeben werden. Die Tafel öffnet jeden zweiten Mittwoch neuerdings anderthalb Stunden früher, um 13.00 Uhr, um die geflüchteten Menschen aus der Ukraine zu versorgen, bevor die Tafel den regulären Betrieb aufnimmt. Die Tafel sammelt aussortierte Lebensmittel in den Märkten ein. Dabei haben die Helfer die Erfahrung gemacht, dass schon jetzt vieles knapp wird, etwa Mehl oder Sonnenblumenöl.
Nach dem ersten Ansturm freut sich der Verein „Caritas Konferenz, Tischlein deck Dich, e.V.“ wieder über jede weitere Spende, denn der Bedarf wird wachsen. Deshalb war die Freude über die mit Abstand größte Geldspende, die die Caritas seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine erreicht hat, besonders groß.
Die Pfarrer Monsignore Andreas Kurte vom katholischen Pastoralen Raum Brakeler Land und Pfarrer Volker Walle von der evangelischen Gemeinde in Brakel kündigten zwei große Überweisungen mit insgesamt fast 6.000 Euro auf das Konto des Vereins an. Genau 3.179,30 Euro waren bei dem ökumenischen Benefizkonzert in der Kirche St. Michael zusammengekommen. Weitere 2.819,22 Euro haben Kirchgänger bei der Kollekte für die Kriegsopfer in den Klingelbeutel gegeben.


Trotz der großen Solidarität kann die spontane humanitäre Hilfe die Folgen der Katastrophe nur erträglicher machen. Das weiß auch Michael Saalfeld. Den Menschen, die in das Caritaslager an der Warburger Straße kommen, sei der Schock und die Traumata von Krieg und Flucht deutlich anzumerken, hat er beobachtet. Das kann Thomas Rudolphi bestätigen. „Die Geflüchteten, die in der Caritas‐Migrationsberatung ankommen, sind niedergeschlagen und deutlich vom Krieg gekennzeichnet “, sagt er. Das Möbel‐ und Kleiderlager hat Spielzeug angekauft, um es an die kleinsten Kunden weiterzugeben. „Es ist unübersehbar“, sagt Michael Saalfeld, „dass die Kinder am meisten leiden.“

Info
Das Kleider‐ und Möbellager in der Warburger Straße 37 (hinter der Firma Moizi) hat dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 15 bis 17 Uhr geöffnet sowie nach Absprache unter Tel. (0 52 72) 3 94 22 06.

Pressemitteilung Stadt Brakel

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