Alinde- Nachlese
Bad Driburg. Sonntag, der 21.April 2024 war für die Bad Driburger Musikgesellschaft ein besonderer Tag. Es war das 5. Konzert in der laufenden Saison, welches zugleich der Start in das Vereinsjubiläum 30 Jahre Musikgesellschaft Bad Driburg e. V. (1994 – 2024) war. Das Konzert lag vom Datum her in zeitlicher Nähe zum Gründungsdatum 15.04.1994. Im Publikum befanden sich auch Gründungsmitglieder von einst. Dieser Anlass bot zum einen eine dankbare Gelegenheit zum Rückblick auf Kulturarbeit zum Wohle der Allgemeinheit. Zum anderen ist er auch Motivation, sich als Verein den Herausforderungen der Zukunft zu stellen und die Tradition klassischer Konzerte als gemeinnütziges Kulturgut zu erhalten.
Mit dem Alinde Streichqaurtett konnte ein erstklassiges Ensemble verpflichtet werden. Der Ensemblename „Alinde“ ist der Titel eines gleichnamigen Kunstliedes von Franz Schubert. Das aufstrebende Alinde Quartett gilt als eines der spannendsten Kammermusikensembles der jungen Generation, was sich durch zahlreiche Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben deutschland- und weltweit auszeichnet. Die Ensemblemitglieder Eugenia Ottaviano und Guglielmo Dandolo Marchesi/Violine, Gregor Hrabar/Viola und Bartolomeo Dandolo Marchesi/Violoncello stammen aus Italien und sind im Raum Köln ansässig.
Schon der Konzerttenor „Von Gott gelernt“ ließ aufhorchen. Es war keineswegs die Ankündigung eines Kirchenkonzerts, sondern eine reale Notiz des ersten Lehrers von Franz Schubert über sein Schüler, welche das Genie eines begabten Komponisten nicht treffender hätte charakterisieren können. „Schubert und Beethoven – ein Treffen, das nie stattfand“ bezog sich auf die Tatsache, dass beide Komponisten zeitgleich in der Weltmusikstadt Wien lebten und wirkten, sich jedoch persönlich nie begegneten.
Jedoch standen an diesem Sonntagabend im ersten Teil von Franz Schubert das Streichquartett
B-Dur, D 36 von 1813 und im zweiten Teil von Ludwig van Beethoven das Streichquartett e-Moll aus op. 59 von 1807 als musikalische „Begegnung“ auf dem Programm. Beide Werke nehmen im Genre Kammermusik eine herausragende Stellung ein. Sie stellen an die Interpreten enorme musikalische und spieltechnische Ansprüche. Zudem war Beethovens Streichquartett bei seinen Zeitgenossen als „unspielbar“ und als Flickwerk eines Wahnsinnigen“ verschrien. Dieses fragwürdige Urteil hat sich im Verlaufe der Musikgeschichte jedoch nicht weiter manifestiert.
Zudem hat das Ensemble im Programm diesen Hauptwerken je ein Werk des franko-flämischen Musikers der Renaissance Josquin des Pez vorangestellt. Dabei handelte es sich um ursprüngliche Vokalkompositionen, die musikgeschichtlich für die Weiterentwicklung der Mehrstimmigkeit (Vokalpolyphonie) stehen. Zum anderen steht diese Musik für Zeitlosigkeit durch melodische und thematische Kreativität.
Das zahlreich erschienene Publikum bedankte sich mit herzlichem Applaus bei den Ausführenden für diesen besonderen Konzertabend.
Das nächste Konzert findet statt mit dem Klarinettentrio Sayaka Schmuck mit Musik von Mozart bis ABBA am Sonntag, den 2.Juni 2024 um 19.30 Uhr in der Manifattura, Lange Straße 127 in Bad Driburg.
Quelle: Musikgesellschaft Bad Driburg - Torsten Seidemann
Fotos: Hubert Meiners - Archiv Meiners
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